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Bayern-Basketballer scheitern mit Protest

Basketball Bayern-Basketballer scheitern mit Protest

Die Basketballer des FC Bayern haben gegen die Niederlage im vierten Playoff-Spiel in Ludwigsburg Protest eingelegt - und sind wie schon vor zwei Jahren gescheitert. Sportjuristisch wollen sie diesmal nicht aufgeben. Zunächst aber stehe nun Spiel fünf am Donnerstag im Fokus.

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Svetislav Pesic und der FC Bayern legten Protest ein.

Quelle: Andreas Gebert

München. In München kommt es planmäßig zum Basketball-Showdown in Spiel fünf, auch wenn schon wieder ein Playoff-Viertelfinale zwischen der MHP Riesen Ludwigsburg und dem FC Bayern ein Fall für die Sportjustiz geworden ist.

Weil ein Münchner Protest gegen die Wertung des vierten Spiels am Mittwochabend aber vom Bundesliga-Spielleiter abgewiesen wurde, wird der Spielplan in der K.o.-Phase nicht durcheinandergewirbelt. An diesem Donnerstag (20.30 Uhr) wollen sich die Bayern den Einzug ins Halbfinale sichern. Juristisch ist die Causa aber nicht ausgeräumt, wie die angesäuerten Münchner klarmachten.

"Wir nehmen zur Kenntnis, dass sich die Liga hier hinter einer juristischen Spitzfindigkeit zu verstecken versucht und so ein erneuter, gravierender Fehler eines Schiedsrichters bei einem vierten Playoff-Viertelfinale in Ludwigsburg zu den Akten gelegt werden soll", wurde Geschäftsführer Marko Pesic in einer Mitteilung zitiert.

Nach ihrer 69:75-Niederlage hatten die Bayern Protest eingelegt, um sich gegen einen Regelverstoß des Schiedsrichters zu wehren. Dieser hatte den Gästen am Dienstagabend in der Schlussphase nach einem Studium von Videobildern zwei Punkte zum 71:73 aberkannt. Das war zwar klar regelwidrig, wie die Liga am Mittwoch selbst einräumte.

In der Sache fiel aber gar keine Entscheidung. Der Antrag wurde nämlich wegen eines Formfehlers abgewiesen: Weder Bayern-Trainer Svetislav Pesic noch Kapitän Bryce Taylor hätten den Protest auf dem Spielberichtsbogen ordnungsgemäß angemeldet. Dem widersprachen die Münchner und veröffentlichten ein Bild, auf dem ein handgeschriebener Vermerk zu sehen ist. Diesen soll ein Referee unterschrieben haben.

Der Fall hat eine Vorgeschichte im Jahr 2014, die ihn für die Münchner besonders emotional macht. Schon vor zwei Jahren wurde ein Viertelfinale zwischen Bayern und Ludwigsburg wiederholt, damals hatten die Baden-Württemberger erfolgreich gegen eine Schiedsrichterentscheidung protestiert. Dass der Referee damals wie am Dienstag derselbe Martin Matip war, macht die Sache noch heikler.

Bayern-Trainer Svetislav Pesic zürnt noch heute, wenn er über die Episode von 2014 spricht. Er wird dann richtig laut, sein Blick verfinstert sich. "Das war für mich und für die Spieler die größte Enttäuschung, die wir erlebt haben", erzählte er vor Beginn der Playoffs. "Das war eine große Beleidigung für die Mannschaft." Den MHP Riesen warf er nichts vor. Dass diese ihre Möglichkeiten voll ausschöpften, "das war legitim. Jeder kann nach dem Spiel Protest einlegen", sagte Pesic und ergänzte - im Lichte der Entwicklung fast schon prophetisch: "Vielleicht kommen wir auch in die Situation."

Diese ist nun da, und die Bayern wollen nicht klein beigeben. "Vor zwei Jahren haben wir auf weitere juristische Schritte verzichtet, diesmal werden wir in jedem Fall dem Rat unserer Anwälte folgen", kündigte Marko Pesic an. Dass selbst die BBL den Münchnern in punkto Regelauslegung recht gibt, dürfte kein Trost für den Ex-Meister sein.

Schiedsrichter Matip hatte nach einem Korbleger von Bayerns Alex Renfroe zunächst auf Goaltending, also unerlaubtes Wegschlagen des Balls in Ringnähe, entschieden. Damit hätte es 71:73 gestanden. Nach einem Videobeweis erkannte Matip die zwei Punkte jedoch wieder ab. Den Bundesliga-Regeln zufolge darf das sogenannte Instant Replay nicht zur Überprüfung von Goaltending genutzt werden.

dpa

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