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Burnout: Union-Trainer Lewandowski kehrt nicht zurück

Fußball Burnout: Union-Trainer Lewandowski kehrt nicht zurück

Sascha Lewandowski ist schwerer erkrankt als zunächst angenommen und kehrt nicht mehr auf die Trainerbank des Zweitligisten Union Berlin zurück. Der 44-Jährige leidet an einem Burnout-Syndrom mit Herzbeschwerden und befindet sich zur Zeit in der Reha.

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Sascha Lewandowski wird nicht auf die Trainerbank des 1. FC Union Berlin zurückkehren.

Quelle: Jan Woitas

Berlin. Aus gesundheitlichen Gründen kann Sascha Lewandowski sein Amt als Trainer des 1. FC Union nicht wieder aufnehmen. Er leidet nach Mitteilung des Fußball-Zweitligisten aus Berlin an einem "akuten Erschöpfungssyndrom ('Burnout-Syndrom'), das funktionelle Herzbeschwerden verursacht".

Der 44-Jährige, der sich zur Zeit in der Reha befindet, hatte um die Veröffentlichung der Diagnose gebeten. "Ich hatte gehofft, dass eine kurze Pause reichen könnte. Dies war aber leider überhaupt nicht der Fall. Neben den gesundheitlichen Risiken muss ich auch akzeptieren, dass ich aktuell einfach nicht annähernd die Power habe, mit so viel Energie zu arbeiten, wie ich es als Cheftrainer gewohnt bin und wie die Mannschaft es verdient", wurde Lewandowski vom Verein zitiert. Nach Einschätzung seiner Ärzte werde es "noch Monate dauern, bis ich wieder der Alte bin".

Der ehemalige Leverkusener Coach, der erst am 1. September 2015 als Nachfolger von Norbert Düwel die Position des Cheftrainers bei Union übernommen hatte, ist seit dem 22. Februar krankgeschrieben. Er war von André Hofschneider vertreten worden. Zunächst war der Verein bei Lewandowski, über dessen Krankheit bislang nichts mitgeteilt worden war, von einer dreiwöchigen Pause ausgegangen.

Seine behandelnden Ärzte sahen jetzt jedoch in einer "deutlich längeren Pause und einer temporär umfassenden Entlastung von beruflicher Beanspruchung eine unumgängliche Voraussetzung für die gesundheitliche Genesung des Fußballlehrers".

Das Training der Profis leitet bis zum Saisonende hauptverantwortlich weiter Co-Trainer Hofschneider, wie der Verein weiter mitteilte. Bei ihm greift nach Vereinsangaben "eine Ausnahmefall-Regelung" der Deutschen Fußball-Liga (DFL). Hofschneider hat nur die A-Lizenz, nicht die erforderliche Fußball-Lehrer-Lizenz.

Union-Präsident Dirk Zingler und Matthias Plepp, stellvertretender Union-Mannschaftsarzt, waren von Beginn an umfassend informiert und auch in Kontakt zu Lewandowskis behandelnden Ärzten. "Wir sind sehr traurig über das plötzliche und unerwartete Ende unserer Zusammenarbeit. Die Gesundheit des Menschen Sascha Lewandowski ist wichtiger als die Fortsetzung seiner Arbeit als Trainer bei uns. Wir alle hier bei Union wünschen ihm eine schnelle und vollständige Genesung", bedauerte Geschäftsführer Lutz Munack den Abschied.

Ein vom Burnout-Syndrom prominenter Betroffener in der Stress-Branche Profifußball war zuletzt der jetzige Leipziger Trainer Ralf Rangnick. Im September 2011 war er aus gesundheitlichen Gründen als Cheftrainer des FC Schalke 04 zurückgetreten.

dpa

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