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Dank Murray: Briten mit erstem Davis-Cup-Sieg seit 1936

Tennis Dank Murray: Briten mit erstem Davis-Cup-Sieg seit 1936

Andy Murray hat es geschafft. Mit drei Siegen in drei Tagen führt er das britische Tennis-Team zum Triumph im Davis Cup. Darauf hat Großbritannien sehr lange warten müssen.

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Großbritannien holte sich den ersten Davis-Cup-Sieg seit 1936.

Quelle: Laurent Dubrule

Gent. Nachdem er seinen Landsleuten praktisch im Alleingang den Traum vom ersten Davis-Cup-Titel seit 79 Jahren erfüllt hatte, ließ sich Andy Murray einfach auf die rote Asche des Flanders Expo von Gent fallen.

Mit drei Siegen an drei Tagen holte die Nummer zwei der Tennis-Welt den Riesen-Pokal für den Erfolg im prestigeträchtigen Mannschaftswettbewerb in die Heimat. Murray gewann das Spitzeneinzel gegen den Belgier David Goffin mit 6:3, 7:5, 6:3 und holte damit den entscheidenden dritten Punkt zum 3:1 für die Gäste.

"Ich kann noch gar nicht glauben, was wir erreicht haben", sagte Murray nach der Entscheidung. "Ich zeige irgendwie immer mein bestes Tennis, wenn ich für mein Land spiele", sagte der Matchwinner. Premierminister David Cameron, zu Beratungen im 60 Kilometer entfernten Brüssel, gratulierte umgehend. "Der erste Titel seit 79 Jahren. Absolut aufregend für jeden in unserem Land", sagte Cameron unter anderem.

"Großartiger Andy Murray", twitterte der Wahl-Londoner Boris Becker, der mit Deutschland selbst zweimal den Davis Cup gewann. "Ihr Jungs habt heute Geschichte geschrieben." Schließlich stammt der letzte britische Davis-Cup-Sieg aus dem Jahr 1936.

Am Freitag hatte Goffin die Belgier in einem Fünfsatz-Krimi gegen Kyle Edmund in Führung gebracht, ehe Murray mit einem klaren Erfolg in drei Sätzen gegen Ruben Bemelmans für den Ausgleich gesorgt hatte. Die Vorentscheidung fiel dann am Samstag im Doppel, das Murray an der Seite seines älteren Bruders Jamie in vier Sätzen gegen Goffin und Steve Darcis gewann.

Für Murray war es der größte Erfolg seit seinem Triumph in Wimbledon vor zwei Jahren. Danach hatte er ein Vierteljahr wegen einer Operation am Rücken pausieren müssen und 2014 und 2015 die ganz großen Erfolge verpasst.

Dem Triumph im Davis Cup hatte der 28-Jährige in diesem Jahr vieles untergeordnet. Zuletzt hatte er sich selbst bei den ATP World Tour Finals in London etwas geschont und war nach einem Sieg und zwei Niederlagen bereits nach der Gruppenphase ausgeschieden. Schon vor dem letzten Turnier der Saison hatte er auf Sand trainiert, obwohl das Event in London auf Hartplatz ausgetragen wurde. Doch Murray wollte optimal für das Endspiel auf Asche im Davis Cup gerüstet sein.

Gegen Goffin zeigte Murray eine ganz starke Vorstellung. Auch eine kleine Schwächephase zu Beginn des dritten Satzes, als er ein Break zurücklag, überstand der Schotte unbeschadet. Nach 2:54 Stunden verwandelte er seinen zweiten Matchball mit einem Weltklasse-Lob. Seine Teamkollegen wussten danach, bei wem sie sich zu bedanken hatten und hoben Murray gemeinsam in die Luft.

In allen elf Davis-Cup-Partien im Einzel und Doppel verließ Murray in diesem Jahr als Sieger den Platz. Das hatte bislang nur der Kroate Ivan Ljubicic 2005 geschafft. Der letzte Profi, der in einem Finale drei Punkte für sein Land holte, war der Amerikaner Pete Sampras 1995.

dpa

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