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Deutsche Basketballer wahren EM-Chance

Basketball Deutsche Basketballer wahren EM-Chance

Das war endlich einmal überzeugend. Die deutschen Basketballer haben in der EM-Qualifikation nach zwei Niederlagen wieder einen Sieg gefeiert. Nun geht es in den Niederlanden um das EM-Ticket.

Patrick Heckmann (r) dribbelt an Österreichs Enis Murati vorbei - die DBB-Herren dominierten das Geschehen.

Quelle: Nicolas Armer

Bamberg. Die deutschen Basketballer haben sich in der EM-Qualifikation zurückgemeldet. Nach den beiden peinlichen Niederlagen gegen die Niederlande und in Dänemark gewann das Team von Bundestrainer Chris Fleming in Bamberg gegen Österreich mit 78:58 (43:28).

Damit hat die Auswahl des Deutschen Basketball Bundes die Teilnahme an der Europameisterschaft 2017 mit nun 3:2-Siegen in der eigenen Hand. Zum Abschluss muss Deutschland am Samstag (19.00 Uhr) beim Tabellenführer in den Niederlanden antreten, gegen den es vor einer Woche ein 71:75 gegeben hatte.

Deshalb muss die DBB-Equipe das Rückspiel auf jeden Fall mit mindestens fünf Punkten Unterschied gewinnen, um als Gruppenerster sicher bei der EM dabei zu sein. Ansonsten würde die große Rechnerei beginnen, eventuell noch als einer der vier besten Gruppenzweiten beim kontinentalen Kräftemessen im kommenden Jahr dabei zu sein.

Vor 3117 Zuschauern in der Arena des deutschen Meisters Brose Baskets Bamberg war Johannes Voigtmann mit 19 Punkten bester deutscher Werfer. Zudem überzeugte Patrick Heckmann mit 14 Zählern.

"Das Spiel war für uns sehr, sehr bedeutend. Die Art und Weise, wie wir physisch gespielt haben, war heute entscheidend", sagte Fleming nach der Partie erleichtert. "Ich denke, die Mannschaft hat eine Entwicklung genommen, und wir werden auch in Leiden in der Lage sein, die Niederlande zu schlagen."

Vier Tage nach der indiskutablen Vorstellung in Dänemark war der deutschen Mannschaft der Wille zur Wiedergutmachung von Anfang an anzumerken. Zwar lief längst nicht alles rund, und vor allem in der Defensive stimmte die Abstimmung nicht immer. Doch in der Offensive zeigte die Fleming-Truppe eine Steigerung. Besonders Spanien-Legionär Voigtmann und NBA-Profi Paul Zisper übernahmen im Angriff endlich Verantwortung - nach zehn Minuten lagen die Gastgeber mit vier Punkten vorne (23:19).

Fleming trieb seine Spieler an der Seitenlinie immer wieder an. Als der Berliner Akeem Vargas clever ein Offensivfoul der Österreicher provozierte, ballte der frühere Bamberger Meistercoach begeistert die Faust. Auch dem 46-Jährigen war der Druck in diesem für den deutschen Basketball so eminent wichtigen Spiel anzumerken. Eine Niederlage hätte fast sicher das EM-Aus bedeutet.

Seine Spieler legten die Nervosität nach und nach ab. Daniel Theis sorgte mit einem krachenden Dunk zum 30:19 für die erste zweistellige Führung. Sein Bamberger Teamkollege Heckmann, der im bisherigen Verlauf der Qualifikation noch gar keine Rolle gespielt hatte, steuerte ebenfalls wichtige Punkte bei. Zur Pause führte die DBB-Auswahl daher deutlich mit 43:28.

Nach dem Seitenwechsel verwalteten die Gastgeber den zweistelligen Vorsprung. Die Österreicher, die nach der dritten Niederlage aus dem EM-Rennen sind, kamen gegen Ende des dritten Viertels zwar noch einmal auf neun Punkte heran, Heckmann baute den Vorsprung mit einem Dreier aber postwendend wieder aus. Auch im Schlussabschnitt hielt die deutsche Mannschaft den Gegner auf Distanz. Ein erster Schritt zur Wiedergutmachung ist damit gelungen.

dpa

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