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Deutscher Chef de Mission: Europaspiele "Meilenstein"

Sportereignisse Deutscher Chef de Mission: Europaspiele "Meilenstein"

Der deutsche Chef de Mission Dirk Schimmelpfennig hat die Organisation der Europaspiele in Baku gelobt, sieht aber Hindernisse für eine mögliche Olympia-Bewerbung Aserbaidschans.

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Dirk Schimmelpfennig attestiert den Sportstätten in Baku ein olympisches Niveau.

Quelle: Bernd Thissen

Baku. "Man hat für Europaspiele schon einen Meilenstein gesetzt. Wenn man sich die Wettkampfstätten, das Athletendorf, die Größe der Räume anschaut, das entspricht absolut olympischen Standards, damit kann man sich schon bewerben", sagte Schimmelpfennig am neunten von 16 Entscheidungstagen der Premiere der Kontinentalspiele.

Schimmelpfennig zog auch ein positives sportliches Halbzeitfazit für die deutsche Mannschaft. "Der Blick auf den Medaillenspiegel verdeutlicht, dass wir in einigen Sportarten erfolgreich sein konnten, so erfolgreich, dass wir relativ weit oben zu finden sind", sagte Schimmelpfennig.

Zu Beginn des neunten von 16 Entscheidungstagen bei der Premiere der Kontinentalspiele waren bei acht deutschen Goldmedaillen lediglich Russland und Gastgeber Aserbaidschan besser platziert. "Für diese Nationen bedeuten diese Europaspiele sicherlich einen deutlicheren Saisonhöhepunkt als für uns. Wir haben keinen Spitzenverband dabei, der in seiner Saisonplanung dies als absoluten Höhepunkt ansieht", analysierte Schimmelpfennig.

Der frühere Sportdirektor des Deutschen Tischtennis-Bundes lobte die Breite des Teams. Turnstar Fabian Hambüchen mit Reck-Gold und Silber am Boden sowie Tischtennis-Europameister Dimitrij Ovtcharov mit seinem Einzel-Gold hätten "als Leistungsträger die Erwartungen voll erfüllt". "Kanu, Tischtennis, die Wasserspringer, die Schützen, das sind Sportarten, mit den wir auch bei Olympischen Spielen erfolgreich waren", erklärte Schimmelpfennig.

Allerdings gebe es auch Sportarten in denen man "deutlich aufholen" müsse, "wenn wir auf europäischem und Weltniveau erfolgreicher sein wollen". So hätten die Wasserball-Junioren die Zielstellung, unter die besten Acht zu kommen, erfüllt, seien aber weit vom Podium entfernt. "Auch in einzelnen Kampfsportarten hatten sich die Verbände noch mehr ausgerechnet", betonte Schimmelpfennig.

Baku hatte sich zweimal vergeblich um die Ausrichtung von Olympischen Spielen bemüht. Für eine eventuelle erneute Kandidatur verwies Schimmelpfennig allerdings auf die neue Agenda 2020 des Internationalen Olympischen Komitees. Diese "berücksichtigt viele Aspekte. Da sind natürlich Themen wie die politische Situation etwas, was im Moment nicht für Baku im Vergleich zu anderen Kandidaten sprechen wird", sagte der deutsche Missionschef für die Spiele in der Hauptstadt der Südkaukasusrepublik.

Die autoritär geführte Regierung von Staatspräsident Ilham Aliyev wird wegen Verstößen gegen Menschenrechte und die Pressefreiheit unter anderem von Menschenrechtsorganisationen kritisiert.

dpa

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