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Die Lehren aus dem Großen Preis von Österreich

Motorsport Die Lehren aus dem Großen Preis von Österreich

Nach dem Unfall mit seinem Mercedes-Teamkollegen Nico Rosberg und seinem Sieg beim Großen Preis von Österreich liegt der psychologische Vorteil bei Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton.

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Die Verantwortung für den Crash mit Lewis Hamilton wurde Nico Rosberg zugeschrieben.

Quelle: Christian Bruna

Spielberg. Die Lehren aus dem neunten Saisonrennen:

BUHMANN ROSBERG

Noch ist Nico Rosberg in der WM-Wertung vorne. Doch der Crash mit Hamilton kurz vor dem Ende des Grand Prix in Spielberg und der verpasste Erfolg könnten ihm schon bald teuer zu stehen kommen. Nachdem er schon zweimal in dieser Saison mit dem Briten auf der Strecke aneinander geraten war und es jedes Mal schlecht für ihn endete, wollte der 31-Jährige in Österreich dagegen halten. Wieder ist er der Leidtragende. Statt Sieg bleibt nur Platz vier. Und noch schlimmer: Diesmal ist er der böse Junge und nicht Hamilton. Das haben nicht nur sein Mercedes-Team und die Rennleitung so gesehen. Der Meinung werden bei Hamiltons Heimrennen in Silverstone am nächsten Sonntag auch die meisten der über 100 000 Zuschauer sein.

NERVENSTARKER HAMILTON

Das enttäuschende Europa-Rennen abgehakt, die technischen Probleme an seinem Mercedes ignoriert und auf der Spezialstrecke seines Stallrivalen gekontert: Kaum jemand kann Rückschläge so weltmeisterlich verkraften wie Hamilton. Nur noch elf Punkte ist er hinter einem Teamkollegen. Und nach Silverstone reiste er als moralischer Sieger des Unfalls.

SILBERNE STALLORDER

Nach der dritten Auseinandersetzung in diesem Jahre zwischen seinen Piloten macht sich Mercedes-Teamchef Toto Wolff Gedanken. "Wir wollen solche Kollisionen vermeiden. Kollisionen zwischen Teamkollegen ist ein No-Go in jedem Team", sagt der Österreicher. Er schließt sogar eine Stallorder nicht mehr aus. Wie die aussehen kann, will er noch nicht sagen. In jedem Fall besteht nicht mehr nur Gesprächsbedarf, sondern längst Handlungsbedarf.

ABGESCHRIEBENE EX-WELTMEISTER

Immer wieder wird über die Zukunft von Kimi Räikkönen bei Ferrari und von Jenson Button bei McLaren-Honda in der Formel 1 spekuliert. Sind sie noch gut genug für die Königsklasse? In Spielberg geben der 36-jährige Finne und der 31-jährige Brite ihre Antworten: Räikkönen rast in dieser Saison erneut aufs Podium, wird Dritter und zieht in der Gesamtwertung mit seinem drittplatzierten Teamkollegen Sebastian Vettel gleich. Button fährt auf Rang sechs - sein bestes Resultat in dieser Saison.

SCHNELLER NOVIZE

Im ganzen Wirbel um die silbernen Streithähne Hamilton und Rosberg geht Überraschungs-Mann Pascal Wehrlein fast unter. In seinem neunten Rennen holt der 21 Jahre alte Novize als Zehnter den ersten Zähler in seinem unterlegenen Manor. 40 Runden fährt der DTM-Champion mit einem Reifensatz und arbeitet sich vom Ende des Feldes bis zu den Punkterängen vor. Der Zähler kann für sein Team Millionen wert sein, wenn es am Ende der Saison um Bonuszahlungen aus dem Formel-1-Geldtopf geht.

dpa

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