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Erfolg bei Tischtennis-WM: Drei Deutsche im Achtelfinale

Tischtennis Erfolg bei Tischtennis-WM: Drei Deutsche im Achtelfinale

Genau so hatten sich die Veranstalter der Tischtennis-WM das erhofft: Die letzten drei Tage stehen an, die Halle ist voll - und drei deutsche Stars sind noch im Wettbewerb.

Ruwen Filus ist Timo Boll und Dimitrij Ovtcharov ins Achtelfinale gefolgt.

Quelle: Rolf Vennenbernd

Düsseldorf. Das Final-Wochenende der Heim-WM findet gleich mit drei deutschen Tischtennis-Stars statt. Nach Timo Boll und Dimitrij Ovtcharov hat in Düsseldorf auch der Außenseiter Ruwen Filus die Runde der besten 16 erreicht.

Der Weltranglisten-32. siegte am Abend mit 4:2 Sätzen gegen Pak Nam Ng aus Hongkong und trifft nun im Achtelfinale auf den Weltranglisten-Zweiten Fan Zhendong aus China. Ovtcharov hatte sich kurz zuvor nur mit einem 4:3-Sieg nach 2:3-Rückstand gegen den Rumänen Hunor Szocs durch die dritte Runde gezittert. Rekord-Europameister Boll ließ bei seiner 17. WM-Teilnahme dem Südkoreaner Woojin Jang keine Chance.

"Ich bin jetzt fast am Limit, viel besser kann ich nicht spielen. So soll es weitergehen", sagte Boll nach seinem 4:1-Erfolg. Der 36-Jährige hatte schon dem Turnier betont, in körperlich exzellenter Form zu sein. Genau das bestätigt sich jetzt. "Die Jungs wollen mich alle ärgern hier", sagte er. "Aber ich versuche, mich noch dagegen zu wehren." Er müsse im Achtelfinale an diesem Samstag allerdings "wieder genau so eine Leistung bringen, um zu bestehen".

Bolls nächster Gegner ist der Portugiese Marcos Freitas. Ovtcharov bekommt es mit dem Weltranglisten-Elften Koki Niwa aus Japan zu tun.

Am Freitagabend leistete sich die deutsche Nummer eins wie schon in den beiden Runden zuvor wieder eine längere Schwächephase. Gegen den für Werder Bremen in der Bundesliga spielenden Szocs verlor er die Sätze drei, vier und fünf und stand auf einmal vor dem Aus. "Das war keine Glanzleistung von mir, das muss ich ganz klar sagen", meinte Ovtcharov. "Wäre der Gegner heute etwas stärker gewesen, hätte ich verloren. Das darf einem Spieler meines Niveaus nicht passieren."

Filus war nach seinem Sieg dagegen froh: "Ich freue mich sehr, im Achtelfinale zu stehen", sagte der 29-Jährige. "Jetzt werde ich es genießen, vor vollem Haus gegen die Nummer zwei der Welt zu spielen."

Die letzten drei Tage der WM beginnen aus deutscher Sicht gleich mit einem Highlight. Petrissa Solja und der Chinese Fang Bo spielen bereits am Samstagmorgen um 10.00 Uhr um den Einzug in das Mixed- Finale. Die Bronzemedaille ist den beiden bereits sicher. Ob daraus noch Silber oder sogar Gold werden könnte, entscheidet sich im Duell mit den Japanern Kasumi Ishikawa und Maharu Yoshimura.

Pünktlich zu diesem Spiel ist die Messehalle 6 in Düsseldorf zum ersten Mal bei dieser Weltmeisterschaft ausverkauft. Für das gesamte Pfingstwochenende gibt es keine Karten mehr zu kaufen.

Eine Wachablösung im Tischtennis werden die jeweils 8000 Zuschauer dann zwar nicht erleben. Aber die nahezu erdrückende Dominanz der vergangenen WM-Turniere strahlt die Übermacht China in Düsseldorf nicht mehr aus. Am Freitag schied der zweifache Weltmeister Zhang Jike im Einzel bereits in der dritten Runde aus. Der Olympiasieger von 2012 verlor gegen den Südkoreaner Sangsu Lee mit 1:4 Sätzen.

Gleichzeitig holen die Japaner ihren Rückstand auf den Erzrivalen immer weiter auf. Der Junioren-Weltmeister Tomokazu Harimoto steht mit nur 13 Jahren schon im Achtelfinale. Bei den Frauen ist der auch erst 17 Jahre alten Miu Hirano zudem die erste Einzel-Medaille für Japan seit 48 Jahren sicher. Die Asien-Meisterin steht im Halbfinale.

Kristin Silbereisen schied dagegen bereits am Vormittag als letzte deutsche Spielerin im Achtelfinale aus. Die Doppel-Europameisterin verlor trotz starker Leistung mit 2:4 gegen die Weltranglisten-Vierte Feng Tianwei aus Singapur. "Natürlich bin ich enttäuscht. Aber das war auch die beste WM, die ich bislang gespielt habe", sagte die 32-Jährige. "Ich bin stolz darauf, dass ich die beste Deutsche im Einzel bin. Ich konnte zeigen, dass ich auch noch da bin."

dpa

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