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Ex-Giro-Sieger Scarponi stirbt bei Trainingsunfall

Radsport Ex-Giro-Sieger Scarponi stirbt bei Trainingsunfall

Das italienische Radrennprofi Michele Scarponi wird im Training von einem Wagen erfasst und stirbt. Nur wenige Tage vor seinem Tod feierte er seinen letzten Rennsieg.

Michele Scarponi ist beim Training von einem Auto überfahren worden.

Quelle: Luca Zennaro

Filottrano. Nach einem tödlichen Trainingsunfall trauert der Radsport um den früheren Giro-d'Italia-Sieger Michele Scarponi. Der Italiener wurde nach ersten Erkenntnissen in Filottrano nahe seiner Heimat von einem Kleintransporter überfahren, wie der italienische Radsportverband FCI mitteilte.

Er habe davon mit großer Erschütterung erfahren und drücke im Namen des italienischen Radsports sein Mitgefühl aus, wurde FCI-Präsident Renato Di Rocco auf der Internetseite des Verbands zitiert. Scarponi starb im Alter von 37 Jahren.

Der Kletterspezialist sollte sein Astana-Team dieses Jahr bei der Italien-Rundfahrt als Kapitän anführen. "Wir haben einen großartigen Champion und einen besonderen Typen verloren, der in jeder Situation gelächelt hat", teilte der Rennstall mit. Scarponi hinterlässt seine Frau und zwei Kinder. "Absolut niederschmetternd, die tragische Nachricht zu sehen", twitterte der britische Radprofi Mark Cavendish. "Einer der nettesten Jungs, den man treffen konnte."

Scarponi hatte bis Freitag noch an der Tour of the Alps teilgenommen, bei der er am Montag die erste Etappe von Kufstein nach Innsbruck für sich entschied und den vierten Gesamtplatz erreichte. Er war nach der Disqualifikation von Alberto Contador nachträglich zum Sieger der Italien-Rundfahrt 2011 gekürt worden.

Scarponi war zudem mehrfach auch selbst in Dopingskandale verwickelt gewesen. 2012 wurde er zu einer Sperre von drei Monaten verurteilt, nachdem er zugegeben hatte, zwei Jahre zuvor zwei Fahrtests unter dem Dopingarzt Michele Ferrari absolviert zu haben. Zum damaligen Zeitpunkt war Sportlern der Kontakt zu dem gesperrten Mediziner verboten gewesen. Zudem war Scarponi 2007 wegen seiner Verbindung zur Dopingaffäre Fuentes gesperrt gewesen.

dpa

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