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FIFA-Kongress: Präsidentenwahl, WM-Plätze und Palästina

Fußball FIFA-Kongress: Präsidentenwahl, WM-Plätze und Palästina

Kurz nach ihrem 111. Geburtstag veranstaltet die FIFA den 65. Kongress ihrer Geschichte. Im Zürcher Hallenstadion steht bei der Versammlung der 209 Mitglieder des Fußball-Weltverbandes am Freitag die Präsidentenwahl mit Joseph Blatter als großem Favoriten auf eine fünfte Amtszeit im Mittelpunkt.

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Joseph Blatter steht vor seiner Wiederwahl.

Quelle: Abir Sultan

Zürich. t. Schon in den Tagen zuvor werden bei diversen Sitzungen wichtige Entscheidungen getroffen.

 

Der Fahrplan der FIFA-Kongresswoche:

 

CHEFSACHE: Prinz Ali bin al-Hussein hat als Herausforderer von Joseph Blatter praktisch keine Chance. Fraglich scheint derzeit nur, ob Blatter schon im ersten Wahlgang mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit in seine fünfte Amtszeit geschickt wird. Die aus Europa angeführte Anti-Blatter-Koalition wird am Thron des Schweizers kaum wackeln können.

ABSCHIED: Die Funktionärskarriere von Theo Zwanziger endet mit dem Kongress. Nach vier Jahren in der Fußball-Weltregierung scheidet der frühere DFB-Präsident auch aus diesem Amt. Mit seinen Projekten, der FIFA-Demokratiereform und der Beobachtung der Lage von Menschen- und Arbeitsrechten im WM-Land Katar hatte er nur mäßigen Erfolg.

ANFANG: Wolfgang Niersbach übernimmt den Posten von Theo Zwanziger in der FIFA-Exekutive. Der DFB-Chef ist damit der mächtigste Fußball-Funktionär Deutschlands und als Freund von UEFA-Boss Michel Platini Teil der erwarteten Anti-Blatter-Fraktion in dem Gremium. Erste Bewährungsprobe wird der Kampf um die WM-Startplätze 2018.

WM 2018: Joseph Blatter ist ein Fuchs. Da die Verteilung der WM-Startplätze auch ein von ihm beliebtes Wahlkampfmittel ist, verlegte er die Entscheidung über die Quoten 2018 auf eine Exko-Sondersitzung am Samstag - den Tag nach der Präsidentenwahl. Europa kämpft um seinen Status quo von 14 Plätzen für Russland.

WM 2022: Die Entscheidung für eine Winter-WM in Katar steht. Jetzt wird in den Gremien um die genaue Terminierung und die Konsequenzen für den internationalen Kalender gefeilscht. FIFA-Generalsekretär Jérôme Valcke gag dem Exekutivkomitee bereits ein Update über den Stand der Verhandlungen mit Clubs und Ligen.

WM 2026: Eine WM-Rotation zwischen den Konföderationen gibt es nicht mehr. Doch für 2026 sollen gewisse Ausschlusskriterien etabliert werden. Länder aus Europa und Asien dürfen sich wohl nicht bewerben, da die beiden Turniere zuvor in Russland und Katar stattfinden. Eine Verkündung der Entscheidung durch das Exko steht noch aus.

PALÄSTINA: Der Nahost-Konflikt hat die FIFA erreicht. Weil Spieler in ihrer Bewegungsfreiheit behindert würden, verlangt der Verband Palästina einen Ausschluss Israels aus dem Weltverband. Aussicht auf Erfolg bei der Kongressabstimmung hat der Antrag nicht. Aber für Joseph Blatter ist er ein Ärgernis kurz vor der erhofften Wiederwahl.

dpa

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