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Finger-Blessur statt Medaille für Hambüchen in Baku

Sportereignisse Finger-Blessur statt Medaille für Hambüchen in Baku

Mit einem dicken Eisbeutel kühlte Fabian Hambüchen nach dem fünften Platz im Mehrkampf seine Hand. Beim Einturnen hatte sich der frühere Reck-Weltmeister verletzt - am Samstag soll die Finger- Blessur beim Griff nach Europaspiele-Gold an seinem Paradegerät aber keinesfalls behindern.

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Im Mehrkampf patzte Fabian Hambüchen am Sprung.

Quelle: Bernd Thissen

Baku. "Ich musste mich heute schon durchkämpfen", sagte Hambüchen. "Es wird ein paar Tage wehtun, wir werden es behandeln, Ultraschall, Eis, und dann ist das wieder in Ordnung, wenn ich nach Hause fliege."

Wie der deutsche Ausnahmeturner blieb auch Olympia-Hoffnung Sophie Scheder hinter ihrer Vorkampf-Leistung zurück und wurde Vierter. Die 18-Jährige verspielte ihre große Edelmetall-Chance durch einen Sturz am Stufenbarren.

Nach Platz vier im Vorkampf zeigte Hambüchen zwar eine sehr starke Vorstellung am Reck, konnte seine Leistung aus dem Team-Wettbewerb aber lediglich am Pauschenpferd bestätigen. Beim Sprung konnte der 27-Jährige seine Landung nicht stehen und musste die Matte verlassen. "Es war klar: Wenn ich heute auf Platz drei kommen möchte, dann muss ich versuchen, alles rauszuholen. Das habe ich am Sprung gemacht. Alles oder Nichts", sagte er zu seinem Versuch mit zweieinhalb Schrauben.

Der Ausnahmeturner hat am Samstag noch drei Chancen in Einzelfinals, unter anderem an seinem Paradegerät. Für die Reck-Darbietung erhielt Hambüchen starke 15,500 Punkte. "Das war eine volle Übung, die ich auch am Samstag machen will", sagte er nach dem Sieg von Favorit Oleg Wernjajew aus der Ukraine. "Die Wertung fand ich ein bisschen zu niedrig."

Auch Scheder bieten sich in den Einzeln noch zwei Möglichkeiten für Edelmetall. Beim Silber-Coup mit der Mannschaft hatte die 18-Jährige noch den stärksten Mehrkampf ihrer Karriere gezeigt. Im Einzel patzte sie ausgerechnet an ihrem Spezialgerät und stürzte vom Stufenbarren.

Dennoch lag sie vor der abschließenden vierten Übung noch auf Medaillenkurs, wurde jedoch am Boden um 0,133 Punkte von der Niederländerin Lieke Wevers abgefangen. "Jetzt werde ich am Samstag im Stufenbarren-Finale zeigen, dass ich's drauf habe. Jetzt erst recht", sagte die Chemnitzerin. "Ich kann stolz auf mich sein. Aber trotzdem muss ich das gerade noch ein bisschen verdauen." Den Sieg sicherte sich Ex-Weltmeisterin Alija Mustafina aus Russland.

dpa

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