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Frankreich überzeugt bei Rückkehr ins Stade de France

Fußball Frankreich überzeugt bei Rückkehr ins Stade de France

Strenge Kontrollen, viel Polizei und ein klarer Sieg - Frankreichs "les Bleus" sind erstmals nach den Pariser Terroranschlägen zurück im Stade de France. Die extremen Sicherheitsmaßnahmen geben einen Vorgeschmack auf die EM. Sportlich läuft es bestens.

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Vor dem Länderspiel in Paris gedachten die Franzosen und Russen den Opfern der Anschläge von Brüssel.

Quelle: Christophe Saidi

Saint-Denis. Didier Deschamps mahnte zur Besonnenheit. Frankreichs Fußball-Nationaltrainer mochte dem nächsten überzeugenden Testspiel-Auftritt des EM-Gastgebers vor den Augen von Präsident François Hollande keine zu große Bedeutung beimessen.

"Es gibt viele gute Punkte, aber es war noch nicht alles perfekt", sagte Deschamps nach dem ungefährdeten 4:2 (2:0) über Russland.

Sieben Siege der "Bleus" in zuletzt acht Spielen seien zwar eine gute Bilanz. "Das gibt Ruhe und Vertrauen, aber die Zähler werden auf Null gestellt vor unserem ersten Spiel bei der Euro gegen Rumänien am 10. Juni." Dann bestreitet Gastgeber Frankreich das Eröffnungsspiel, wieder im Stade de France von Saint-Denis bei Paris, in das die Fußball-Nationalmannschaft nun erstmals nach den Pariser Terroranschlägen vom 13. November zurückgekehrt war.

Für das Spiel vor rund 65 000 Besuchern in der nicht voll besetzten Arena galten verschärfte Sicherheitsbedingungen. Auf dem Weg ins Stadion wurden die Fans zweimal abgetastet und Taschen kontrolliert. Vor und nach dem Spiel gab es keine besonderen Vorkommnisse. Vor dem Anstoß gedachten Spieler und Zuschauer mit einer Schweigeminute der Opfer der Anschläge von Brüssel. Die russischen Spieler hielten während ihrer Nationalhymne ein Schild hoch, auf dem sie ihre Solidarität bekundeten. Beim Spiel in Saint-Denis waren 1200 private Sicherheitsleute sowie 575 Polizisten im Einsatz. 

Auf dem Rasen überzeugten die Gastgeber mit ihrer Spielfreude. Auch "L'Équipe" machte einen "guten gemeinsamen Schwung" in der Mannschaft aus. Überzeugen konnte auch Kingsley Coman die Sportzeitung. Der Offensivspieler von Bayern München markierte nach starker Leistung mit seinem ersten Länderspieltor den 4:2-Endstand (76.). Es sei eine "doofe Frage", ob er damit seinen EM-Platz sicher habe, meinte Coman. "Es gibt eine positive Konkurrenz, aber man weiß, dass man sich nicht auf dem Erreichten ausruhen darf", mahnte er.

Ob für den derzeit nicht berücksichtigten Karim Benzema überhaupt noch Platz ist, ließ Deschamps offen. "Es gibt ein Leben ohne Benzema", meinte Ex-Bayern-Profi Bixente Lizarazu, 1998 wie Deschamps Weltmeister. Über die Zukunft des skandalumwitterten Mittelstürmers in der Nationalmannschaft soll bis zum 15. April entschieden werden.

In der ersten Halbzeit waren die klar überlegenen Franzosen gegen Russland bereits mit 2:0 durch N'Golo Kanté (8.) und André-Pierre Gignac (38.) in Führung gegangen. Nach der Pause machte eine nachlässige Abwehr zweimal den Weg für die Russen Alexander Kokorin (56.) und Juri Schirkow (68.) frei. Dank der Tore von Dimitri Payet (64.) und Coman entschieden die Gastgeber das Testspiel.

dpa

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