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Freiwasserschwimmerin Wunram WM-Dritte

Schwimmen Freiwasserschwimmerin Wunram WM-Dritte

Freudentränen bei den Teamkollegen, Küsschen bei der Siegerehrungen und jede Menge Umarmungen: Finnia Wunram konnte die dicke Überraschung zum WM-Auftakt in Kasan selbst nicht fassen.

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Finnia Wunram holt gleich in der ersten WM-Entscheidung eine Medaille.

Quelle: Martin Schutt

Kasan. "Eine Top-10-Platzierung wäre ein Hammerplatz gewesen. Dass es der dritte Platz wird, damit hätte ich nie im Leben gerechnet", sagte die 19-Jährige mit leicht zitternder Stimme. "Überwältigend", "unglaublich", "unfassbar" waren die Adjektive, mit denen die ergriffene deutsche Meisterin am Samstag immer wieder den bisher größten Erfolg ihre jungen Karriere beschrieb.

Am Ufer der welligen Kasanka, einem Nebenfluss der Wolga, schwärmte auch der gerade nach dem Trainingslager der Beckenschwimmer angereiste Chef-Bundestrainer. "Das ist der fantastischste Einstieg, den ich seit langem irgendwo sehen durfte. Wir wussten um ihre gute Form, aber es ist trotzdem eine Sensation bei einer Weltmeisterschaft Bronze zu holen", sagte Henning Lambertz. Europameisterin Isabelle Härle, die die kurze Freiwasserstrecke zugunsten der Olympia-Qualifikation über zehn Kilometer ausließ, schloss Wunram herzlich in die Arme.

Leistungssportdirektor Lutz Buschkow zückte gar sein Handy, um die dauerstrahlende Wunram mit ihrer Medaille und umbringt von einer Journalistenschar beim Interview zu fotografieren. "Das ist ein wunderschöner Überraschungssieg, ein super Auftakt für die Open-Water-Schwimmer", frohlockte Buschkow. Gerade nach dem Rücktritt von Rekordweltmeister Thomas Lurz, Dauersieger über die fünf Kilometer, hätte sich auch die deutsche Delegation beim ersten Wettkampf in Russland schon mit einem Top-10-Rang zufriedengegeben.

Taktisch klug hielt sich Wunram immer in Schlagdistanz der Topplätze. Als bei der lange führenden niederländischen Zehn-Kilometer-Europameisterin Sharon van Rouwendaal die Arme schwerer und schwerer wurden, war die EM-Zehnte aus Magdeburg zur Stelle. Noch mehr Nutzen zogen nur die erfolgreiche Titelverteidigerin Haley Anderson (USA) und Kalliopi Araouzou (Griechenland) aus dem Schwächeln der bis vor dem Zielsprint so dominanten Holländerin.

"Am Ende war Finnia wirklich perfekt platziert. Besser kann man Open Water nicht schwimmen. Das war ein absolut perfekter Einstieg", lobte Bundestrainer Stefan Lurz vor dem Männerrennen mit Rob Muffels und dem erst 17-jährigen Florian Wellbrock.

Mit 17 Jahren war auch Wunram schon bei einer WM dabei. Bei den Titelkämpfen in Barcelona wurde sie wegen eines Wendefehlers an einer Boje disqualifiziert. An das Missgeschick von 2013 hatte sie sowieso schon lange keine Gedanken mehr verschwendet - und beim Zielanschlag war das sowieso vergessen.

dpa

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