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Freund springt knapp am Podest vorbei

Skispringen Freund springt knapp am Podest vorbei

Severin Freund fliegt beim Skiflug-Weltcup in Planica knapp am Podest vorbei. Grund zum Jubel haben zwei andere Topspringer. Der Slowene Peter Prevc ist neuer Saison-Rekordsieger, Noriaki Kasai feiert ein Jubiläum für die Ewigkeit.

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Severin Freund hat beste Chancen auf das Podest vertan.

Quelle: Patrick Seeger

Planica. Etwas wehmütig stand Severin Freund abseits des Trubels, als sich Schanzen-Dominator Peter Prevc von 20 000 Fans für seinen Rekordsieg feiern ließ.

Trotz Halbzeit-Führung musste sich Deutschlands Top-Skispringer beim Skiflug-Weltcup in Planica mit dem vierten Platz begnügen. Weltmeister und Vierschanzentourneesieger Prevc setzte mit seinem 14. Saisonerfolg eine neue Bestmarke und stahl damit auch Jubilar Noriaki Kasai bei dessen 500. Weltcup ein wenig die Show.

Freund verpasste nach Sprüngen auf 227,5 und 216 Meter den erhofften Podestplatz nur um 4,1 Punkte. "Schade, da war mehr drin", sagte der 27 Jahre alte Bayer, der sich im Vorjahr an gleicher Stätte zum Weltcup-Gesamtsieger gekürt hatte.

"Severin ist sehr entschlossen geflogen, hatte im zweiten Versuch aber nicht die besten Bedingungen und auch einen kleinen Fehler drin", sagte Bundestrainer Werner Schuster. "Er ist nah dran. Vielleicht klappt es morgen." Immerhin festigte Freund mit 1414 Punkten seinen zweiten Gesamtplatz hinter Prevc.

Der war mit 223 und 232,5 Metern erneut eine Klasse für sich. "Ich bin sehr glücklich, dass es vor diesem tollen Publikum geklappt hat", sagte der 23-jährige Slowene. Er verwies den Norweger Johann Andre Forfang und seinen Landsmann Robert Kranjec auf die Plätze.

Mit seinem 14. Saisonsieg ließ Prevc in der ewigen Bestenliste den Österreicher Gregor Schlierenzauer (13) hinter sich und verbesserte mit nunmehr 2123 Zählern vorzeitig auch dessen Punkterekord (2083) aus dem Winter 2008/09.

Zweiter Hauptdarsteller des Tages war Japans Skisprung-Opa Kasai. Der 43-Jährige ging bei seinem Jubiläum in einem goldenen Trikot mit der Startnummer 500 und einem Adler darauf an den Start. Nach seiner Landung bei 225 Metern im ersten Versuch erhielt er vom Veranstalter das gleiche Leibchen in Baby-Größe für seine vor wenigen Wochen geborene Tochter. Nach erneut 225 Metern im Finale reichte es für den Altmeister immerhin zum sechsten Platz.

"Er ist eine lebende Skisprung-Legende", würdigte Prevc den Methusalem. Auch Freund fand lobende Worte: "Es ist schön, dass ich dabei sein konnte. Denn ich glaube, diese Marke wird unangetastet bleiben."

Schuster zollte ebenfalls Respekt. "Es ist bemerkenswert, dass er sein Karriereende soweit rausgeschoben hat. Nur die Anzahl ist schon eine Nummer, aber noch beeindruckender ist, dass er immer noch ein Top-Ten-Springer ist", sagte der Bundestrainer und fügte mit einem Augenzwinkern hinzu: "Hoffentlich hat er damit nicht eine Lawine losgetreten, dass mehrere auf die Idee kommen, bis über 40 zu springen."

dpa

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