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Guardiola "voller Energie": Als Meister gegen Atlético

Fußball Guardiola "voller Energie": Als Meister gegen Atlético

Sein 100. Bundesligaspiel könnte Guardiola mit einem kleinen Triple schmücken: dreimal Meister mit Bayern. Die Münchner können gegen Gladbach sogar Historisches erreichen. Aber das Zwischenspiel wird überlagert von Atlético Madrid. Pep fühlt sich "noch nicht tot".

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Münchens Trainer Pep Guardiola freut sich auf die nächsten Spiele.

Quelle: Peter Kneffel

München. Pep Guardiolas Augen blitzten, die Niederlage bei Atlético Madrid hat den Ehrgeiz des spanischen Startrainers nur noch zusätzlich angestachelt.

"Jeder hat mich gekillt nach dem Spiel, aber ich bin noch nicht tot", sagte Guardiola am Freitag angesichts der Kritik an seiner Aufstellung ohne Thomas Müller und Franck Ribéry beim 0:1 im Halbfinal-Hinspiel der Champions League.

Der Blick des Katalanen geht entschlossen nach vorne. Am Samstag könnte Guardiola im Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach sein persönliches Meister-Triple mit dem FC Bayern perfekt machen, drei Tage vor dem großen Atlético-Rückspiel.

"Ich bin, wow, voller Energie für diese Woche", verkündete Guardiola, dem die knappe Niederlage in Madrid keineswegs den Glauben ans Champions-League-Endspiel geraubt hat. "Die Leistung war sehr gut, das Ergebnis ist nicht gut. Wir haben noch 90 Minuten - und wir haben es schon in anderen Situationen gezeigt. Ich bin glücklich. Ich mag es, diese Situation zu leben", sagte er mit fester Stimme.

Erst einmal kann Guardiola in seinem 100. Bundesligaspiel seinen persönlich dritten Meistertitel im dritten und letzten Jahr als Trainer in Deutschland perfekt machen. Für den FC Bayern wäre es am 31. Spieltag sogar der vierten Titelgewinn in Serie, ein Novum in der Historie des deutschen Fußballs. "Das ist eine unglaubliche Leistung", sagte Ex-Präsident Uli Hoeneß.

Ein leichtes Unterfangen wird es im eigenen Stadion nicht. Guardiola prophezeite "ein gefährliches Spiel". Die "dynamischen" Gladbacher sind für ihn neben Borussia Dortmund der "unangenehmste Gegner" in einem Ligaspiel nach der Champions League. Und der Bayern-Coach wird etliche Leistungsträger schonen für Runde zwei gegen Atlético. "Natürlich werden nicht die gleichen Spieler spielen, die in Madrid gespielt haben", erklärte der Katalane.

Frische Kräfte und Reservisten will er aufbieten. Auch Weltmeister Jérôme Boateng soll nach drei Monaten Verletzungspause sein Comeback feiern. "Ich hoffe, er kann wenige Minuten spielen", sagte Guardiola. Arjen Robben wird wohl erst nach dem Rückspiel gegen Atlético zurückkehren. Meldungen über eine neue schwere Muskelverletzung dementierte der Club entschieden. Robben trainiere mit der Mannschaft und solle in dieser Saison auch noch zum Einsatz kommen.

Groß gefeiert würde beim 26. Titelgewinn nicht. Der Klassiker gegen Gladbach ist - trotz Meisterschaftschance - nur ein Zwischenspiel für die Bayern. Alle wollen nach Mailand, ins Königsklassen-Finale. Hoeneß glaubt dran: "Ich bin auch überzeugt, dass wir das Endspiel in Mailand erreichen, weil ich glaube, dass die Mannschaft und der Trainer alles tun werden, um uns diesen Traum zu erfüllen. Ich hatte in Madrid nicht den Eindruck gehabt, als wäre das eine Utopie." Auch wenn Atlético eine "super Mannschaft" habe.

Einen zusätzlichen Schub in Form des Meistertitels für das Rückspiel gegen Atlético benötigen die Spieler nicht. "Ich glaube, dass es keine Rolle spielt für Dienstag, aber wir wollen gegen Gladbach Meister werden", erklärte Lahm. "Das Halbfinale ist wichtig genug. Morgen deutscher Meister zu sein, wäre gut, aber egal für Dienstag", meinte auch Guardiola. Hoeneß wünscht gerade auch dem Trainer das Endspiel: "Sein Traum war es, hier das Triple zu gewinnen. Dafür muss er am Dienstag gewinnen, sonst kann er es nicht schaffen."

dpa

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