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Hecking-Verpflichtung in Gladbach perfekt

Fußball Hecking-Verpflichtung in Gladbach perfekt

Nach der Trennung von Trainer Schubert hat Borussia Mönchengladbach schnell einen Nachfolger gefunden: Dieter Hecking übernimmt die Mannschaft im neuen Jahr.

Dieter Hecking wird neuer Trainer bei Borussia Mönchengladbach.

Quelle: Peter Steffen

Mönchengladbach. Bei der Suche nach einem neuen Trainer hat sich Borussia Mönchengladbach für Routine und Stallgeruch entschieden. Nur einen Tag nach der Trennung von André Schubert hat der Club die Verpflichtung von Dieter Hecking bekanntgegeben.

Der 52 Jahre alte Coach, der im Oktober beim VfL Wolfsburg entlassen worden war, erhält einen Vertrag bis zum 30. Juni 2019. Hecking soll am 4. Januar offiziell vor dem Trainingsauftakt vorgestellt werden und dann sein neues Team im Trainingslager im spanischen Marbella auf die zweite Serie in der Fußball-Bundesliga vorbereiten.

"Nach der Entwicklung der letzten Wochen wollen wir mit einem neuen Trainer einen neuen Impuls setzen. Dafür ist Dieter Hecking genau der richtige Mann, ein Trainer mit viel Erfahrung, der auf unterschiedlichem Niveau mit verschiedenen Vereinen sehr erfolgreich gearbeitet hat", sagte Borussia-Sportdirektor Max Eberl. Er hat damit einen Nachfolger für Schubert gefunden, der genau dem Anforderungsprofil des Vereins entspricht: Er soll über eine gewisse Erfahrung verfügen, mit jungen Spielern arbeiten können und dem Team eine attraktive und offensive Ausrichtung verpassen.

"Vor uns liegt eine Rückrunde mit schwierigen, aber auch reizvollen Aufgaben in der Bundesliga, im DFB-Pokal und in der Europa League. Wir freuen uns darauf, diese mit Dieter Hecking in Angriff zu nehmen", meinte Eberl. Neben der Aufholjagd in der Meisterschaft wartet auf die Gladbacher im Pokal-Achtelfinale die Aufgabe bei Greuther Fürth, in der Zwischenrunde der Europa League stehen zwei interessante Partien gegen AC Florenz an.

Hecking, der den Weg des Clubs immer im Blick hatte, freut sich auf seine neue Aufgabe als Trainer der Borussia. "Wenn man jetzt selbst gestalterisch daran mitarbeiten kann, dass Borussia hoffentlich eine erfolgreiche Zeit haben wird, dann ist das eine Herausforderung, der ich mich gerne stelle", sagte der 52-Jährige dem Internetportal borussia.de.

Kontakte zu Hecking gab es schon seit geraumer Zeit, erklärte Eberl dem TV Sender Sky. "Hecking hat bei allen Clubs gezeigt, dass er Struktur und Ideen hat. Wir versprechen uns viel Qualität von ihm", sagte Eberl.

Zudem hat der neue Borussen-Trainer einen Bezug zum Club und zur Stadt. Zu Beginn seiner aktiven Karriere trug der Offensivspieler in der Saison 1984/85 schon einmal das Borussen-Trikot. Als junger Mann absolvierte der Offensivspieler unter Trainer Jupp Heynckes allerdings nur sechs Spiele. Damals schon an Bord: Ewald Lienen, Michael Frontzeck und Bernd Krauss - allesamt spätere Trainer bei Borussia Mönchengladbach. Insgesamt ist Hecking bereits der zehnte Borussen-Trainer, der als Spieler das Trikot mit Raute getragen hat.

Karriere machte der ehemalige Polizist aber eher als Fußball-Lehrer. Als Spieler absolvierte er nur 36 Bundesligapartien. Später, als Coach, hat er zunächst bei Alemannia Aachen, Hannover 96 und dem VfL Wolfsburg auf sich aufmerksam gemacht. Den VfL Wolfsburg übernahm er 2012 und formte eine Spitzenmannschaft mit internationaler Qualifikation. 2015 wurde Hecking nach Platz zwei in der Meisterschaft und dem Sieg im DFB-Pokal vom Fachmagazin "kicker" zum Trainer des Jahres gekürt.

"Für mich geht es jetzt darum, schnellstmöglich die Spieler kennenzulernen. Ich bin zuversichtlich, dass wir das relativ schnell in den Griff bekommen und ein gutes Miteinander finden. Ich habe jetzt ein paar Hausaufgaben für die Weihnachtstage", meinte der neue Gladbacher Trainer.

Der gebürtige Westfale gilt als äußerst bodenständig, ist Familienvater mit fünf Kindern und zählt nicht zu den Selbstdarstellern in der Branche. "Es ist nicht mein Stil, mich zu inszenieren", sagte Hecking einst. In Aachen und Hannover arbeitete der Trainer mit dem Manager Jörg Schmadtke zusammen. Der heutige Geschäftsführer Sport des 1. FC Köln war früher auch in Gladbach tätig und ist mit Eberl befreundet. Seine Empfehlung dürfte Borussias Sportdirektor durchaus eingeholt haben.

dpa

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