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Italiens Coach Conte hört nach EM auf

Fußball Italiens Coach Conte hört nach EM auf

Trotz guter Ergebnisse stand Antonio Conte als Italiens Nationalcoach oft in der Kritik. Nun verkündet der 46-Jährige seinen Abschied nach der EM im Sommer - ihn zieht es zurück zu einem Club. Die Zukunft des Ex-Meistertrainers von Juventus Turin könnte in London liegen.

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Italiens Trainer Antonio Conte wird nach der EM aufhören.

Quelle: Laurent Dubrule

Rom. Antonio Conte verlängert seinen Vertrag als italienischer Nationaltrainer nicht und gibt das Amt nach der Fußball-EM im Sommer ab. Das teilten der italienische Verband FIGC und Conte mit.

"Antonio Conte hat mir mitgeteilt, dass seine Erfahrung nach dem Ende der Europameisterschaft enden wird", sagte Verbandspräsident Carlo Tavecchio in Rom. Conte selbst schrieb auf Facebook: "Nach und nach fühle ich, dass ich als Trainer zu einem Club zurückkehren und die Gelegenheit haben möchte, wieder täglich zu trainieren."

Der Italiener gilt damit endgültig als Favorit auf die Nachfolge von Interimstrainer Guus Hiddink beim FC Chelsea. Italienische und englische Medien hatten bereits zuvor berichtet, Conte werde im Sommer zu dem Premier-League-Club wechseln. Hiddink hatte beim FC Chelsea im Dezember den erfolglosen José Mourinho abgelöst.

"Er verspürt den Lockruf des Platzes und des täglichen Trainings und das ist verständlich", sagte Tavecchio. Conte, der mit Juventus Turin viermal in Serie Meister geworden war, hatte die Azzurri nach dem blamablen Vorrunden-Aus bei der WM 2014 in Brasilien übernommen und souverän als Gruppensieger der Qualifikation zur EM geführt.

"In diesem Moment gilt unsere gesamte Konzentration nur der EM, wo wir mit harter Arbeit und Opferbereitschaft das beste aus unseren Möglichkeiten machen wollen", versprach Conte trotz seines feststehenden Abschieds. Und auch Tavecchio erklärte am Abend nach einer Sitzung des nationalen FIGC-Rates, Contes Professionalität und Motivation im Hinblick auf die EM stünden nicht zur Diskussion.

Unter dem 46-Jährigen gab es für die Squadra Azzurra in eineinhalb Jahren nur zwei Niederlagen, dennoch spielte das Team nur selten überzeugend. In Italien hagelte es daher oft Kritik. Zudem geriet Conte immer wieder mit den italienischen Vereinen aneinander, die ihre Spieler nicht für Aktivitäten der Nationalelf außerhalb der vorgesehenen Zeiten abstellen wollten. Dem Trainer droht darüber hinaus wegen seiner Verwicklung in den Wettskandal ein Prozess.

Tavecchio stand jedoch stets zu seinem Coach und hatte mehrmals erklärt, den im Sommer auslaufenden Vertrag verlängern zu wollen. "Wir haben immer auf Conte gesetzt, wir sprechen fast täglich miteinander", sagte er. "Ihm fehlt das Alltägliche, der Geruch des Rasens, das ist das Wichtigste, was er mir gesagt hat", erklärte er. "Es ist keine Frage des Geldes, es ist eine Frage der Arbeit."

Zu einem möglichen Nachfolger wollte sich Tavecchio nicht äußern. "Wir werden das in Ruhe bewerten", erklärte er. "Das Hauptinteresse gilt jetzt nicht Tavecchio oder Conte, sondern der Nationalelf." Italienische Medien spekulierten bereits über eine mögliche Rückkehr von Ex-Nationalcoach Roberto Donadoni oder eine Verpflichtung von Claudio Ranieri vom Premier-League-Spitzenreiter Leicester City. Auch die Namen Fabio Capello und Cesare Prandelli wurden genannt.

dpa

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