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Kombinierer Klasse für sich: Rydzek vor drei Teamkollegen

Ski nordisch Kombinierer Klasse für sich: Rydzek vor drei Teamkollegen

Die deutschen Nordischen Kombinierer sind in beängstigender Frühform. Bislang ist es keiner Nation gelungen, die Athleten zu gefährden. In Ramsau ist ihnen ein Kunststück gelungen.

Johannes Rydzek (M.) gewann in Ramsau am Dachstein vor Fabian Rießle (r) und Eric Frenzel.

Quelle: Christian Bruna

Ramsau. Bundestrainer Hermann Weinbuch kann mehr als stolz auf seine nordischen Kombinierer sein. Sechsmal traten seine Schützlinge in diesem Winter zu Weltcup-Wettbewerben an, sechsmal gewannen sie.

Und in Ramsau am Dachstein setzten sie am Samstag noch einen drauf: Kein Doppelsieg wie beim Saisonstart in Kuusamo, kein Dreifachsieg wie vor zwei Wochen in Lillehammer - diesmal waren sogar vier deutsche Kombinierer besser als der Rest. Allen voran Weltmeister Johannes Rydzek, der seinen dritten Einzelerfolg feierte und damit das gelbe Trikot des Gesamtweltcup-Führenden verteidigte.

Schon nach dem Springen musste man davon ausgehen, dass der Dreifachsieg von Lillehammer wiederholt werden könnte. Eric Frenzel hatte sich die Führung erkämpft, Rydzek war Dritter, Fabian Rießle Siebter. Dazwischen lagen in erster Linie Athleten, die nicht zu den besten Läufern gehören. Darunter auch Junior Vinzenz Geiger, der auf der Schanze Vierter geworden war.

Angesichts dieser Konstellation hatten die Trainer auf taktische Einstellungen ihrer Top-Leute verzichtet. "Sie müssen das untereinander auf der Strecke ausmachen", sagte Weinbuch. Er hatte sich etwas darüber geärgert, dass man bei Frenzels Sprung das Risiko gescheut hatte. "Wir hätten ihn ein, zwei Luken tiefer starten lassen sollen. Mit einem sauberen Telemark bei der Landung wäre er weit weg gewesen. Das hat etwa 20 bis 25 Sekunden Vorsprung gekostet", sagte der Coach nach dem 100,5 Meter-Satz des Olympiasiegers, der nur eine "Notlandung" hinbekam.

Frenzel versuchte in der Loipe sein Glück von vorn, doch nach 7,5 Kilometern waren Rydzek und Rießle an ihm dran. Und überließen ihm weiter die Führungsarbeit. "Er musste ja das Tempo machen, weil wir im Sprint etwas stärker sind. Das hat ihm wohl etwas zu viel Kraft gekostet", meinte Rießle. Der dann aber selbst Opfer seiner Attacke am letzten Berg wurde. Rydzek konnte parieren und hielt sich bis zur Zielgeraden hinter ihm. Dann zog er vorbei und gewann. "Ich habe taktisch in Lillehammer einiges in Sachen Schlussspurt gelernt. Herrlich, dass das heute gleich funktioniert hat", sagte der Weltmeister, der vor Rießle und Frenzel siegte.

Besonders aber freute sich Weinbuch über Geiger, der mit taktischer Raffinesse sogar noch Vierter wurde und sein bestes Weltcup-Ergebnis bejubelte. "Da wächst das nächste Juwel heran", lobte der Bundestrainer.

dpa

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