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"Lasst uns kämpfen": Klopps schwerer Gang nach Tottenham

Fußball "Lasst uns kämpfen": Klopps schwerer Gang nach Tottenham

Die englische Premier League gilt als einer der härtesten Ligen der Welt. Nur eine Woche hatte Jürgen Klopp Zeit, sein neues Team Liverpool FC auf Kurs zu bringen. Ausgerechnet bei Tottenham Hotspur in London steht sein Debüt bevor - ein schwerer Gang.

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Liverpools Coach Jürgen Klopp will sein Team kämpfen sehen.

Quelle: Phil Richards

London. Die Zeit der Worte ist vorbei, jetzt muss Jürgen Klopp liefern. Nur eine Woche nach der Kür zum Trainer beim FC Liverpool muss er am Samstag bei Tottenham Hotspur in London antreten.

Ein schwieriges Debüt in der Premier League. "Lasst uns rennen, lasst uns kämpfen, lasst uns schießen", stimmt der große Motivator sein Team ein. Doch der Ex-Dortmunder weiß: Tottenham ist ein unberechenbarer Gegner - und die britische Presse unerbittlich.

Liverpool, der Tabellenzehnte, gegen den Tabellenachten: Für beide Teams steht viel auf dem Spiel. Ein Sieg verspricht den Sprung aus der Mittelmäßigkeit, bei einer Niederlage droht ein frühzeitiges Abrutschen in untere Gefilde. Beide Mannschaften haben mit Verletzungsproblemen zu kämpfen.

Trainer Mauricio Pochettino will sich vom Neuen aus Liverpool nicht einschüchtern lassen. Zwar weiß auch der Argentinier: "Wenn ein neuer Trainer kommt, wollen die Spieler ihn beeindrucken." Doch für Tottenham gelte es, sich ganz auf das Match zu konzentrieren. "Keine besondere Aufmerksamkeit" für den Neuen, so seine Devise. Allerdings: Englische Medien berichten, Pochettino habe sich schon fleißig Videos mit Borussia-Spielen angeschaut.

Tottenham gilt als schwieriger und kaum kalkulierbarer Gegner. Zwar liegt er mit 13 Punkten nur einen Zähler vor Liverpool, doch servierten die Londoner kürzlich Tabellenführer Manchester City mit 4:1 ab. Klopp muss aufpassen!

Bisher haben die britischen Medien den Deutschen beinahe warmherzig aufgenommen, doch Klopp weiß nur zu gut, wie schnell die Presse Newcomer fallen lässt. Seine Strategie: Die Erwartung an sein Team abbauen, denn Spielern Selbstvertrauen einhauchen. Die Spieler müssen "mehr Mut" zeigen, wie "in ihren besten Träumen spielen". Motto: Was gestern war, liegt hinter uns. Das klingt wie eine Beschwörung.  

Allerdings, viel Zeit zum Training hatte der 48-Jährige in seiner "Woche 1" in Liverpool nicht gerade. Wegen des Länderspiels der Engländer hatte er das komplette Team erst am Mittwoch zur Verfügung. "Die Welt ist nicht perfekt", meint Klopp.

Hinzu kommen Ausfälle. Zwar können die beiden Stürmer Christian Benteke und der Ex-Hoffenheimer Roberto Firmino, beide Leistungsträger im Team, wieder trainieren - doch am Samstag fallen sie erstmal aus. Ebenfalls schmerzlich: Nach U21-Nationalspieler Joe Gomez erwischte es laut Medien jetzt auch Stürmer Danny Ings, beide mit Kreuzbandriss. "Ein weiterer Schlag für Klopp", meint die Zeitung "The Independent".  

dpa

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