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Leipziger Kanute Anton hat zur Slalom-EM Großes vor

Kanusport Leipziger Kanute Anton hat zur Slalom-EM Großes vor

Als ob die Konkurrenz nicht reichte: Zur Heim-EM macht sich Slalomkanute Franz Anton mit einem Doppelstart das Leben selbst schwer. In Leipzig paddelt er längst nicht nur um Medaillen.

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Beim Kanu-Slalom Weltcupfinale in Augsburg (Bayern) paddelt Franz Anton aus Deutschland am 16.08.2014 durch den Eiskanal.

Quelle: dpa

Leipzig. Franz Anton wird es auch an diesem Wochenende machen wie immer. Den Körper für die Höchstleistung erwärmen, gedanklich die Strecke durchpaddeln und sich einen Glückskuss von der Freundin holen. Doch wenn es danach ernst wird, ist die Situation alles andere als normal: Franz Anton startet bei den Slalom-EM im Kanupark Markkleeberg vor den Toren Leipzigs. Es ist sein Heimspiel und er startet als einziger Deutscher in zwei Disziplinen.

Der Lokalmatador vom Leipziger Kanu-Club hat sich durch seinen Doppelstart das Leben selbst schwer gemacht. Die Vorläufe im Canadier Einer und Zweier finden am Freitag binnen weniger Stunden statt. Physisch, sagt er, sei das kein Thema. Aber psychisch wird es eine Herausforderung. Da heißt es dann schnell umschalten und die Konzentration hoch halten: Ist er im C1 noch allein Herr im Boot, sind die Rollen im Zweier mit seinem Partner Jan Benzien anders. Zumindest die Endläufe sind auf Samstag und Sonntag verteilt. Antons Ziel ist es, in beiden Bootsklassen Medaillen zu holen.

Dabei geht der Blick von Franz Anton längst in die Ferne, selbst über die WM in London hinaus: Auch nach Rio will er beide Boote lotsen, obwohl der Deutsche Kanu-Verband (DKV) pro Disziplin nur jeweils eins zu Olympischen Spielen schicken darf. „Das ist schon das Ziel“, meint der 25-Jährige selbstbewusst. Dafür kann der WM-Dritte mit Erfolgen in diesem Jahr Pluspunkte sammeln. Es sind vielleicht 100 Sekunden Vollgas durch die Stangen. Fehlerfrei, denn eine Berührung und damit Strafsekunden wird er sich nicht leisten können.

Die Konkurrenz im C1 kommt nicht zuletzt aus den eigenen Reihen. Neben dem Vereinskollegen Nico Bettge ist da noch der Olympia-Zweite Sideris Tasiadis aus Augsburg, der die nationale Qualifikation mit einem Dreifachsieg dominierte. Und international hat sich der zweimalige Olympiasieger Michal Martikan aus der Slowakei angekündigt. „Ich muss die Leistung aus dem Training auch im Wettkampf zeigen“, nennt Anton seinen Schlachtplan.

Zeit zur Vorbereitung gab es zur Genüge: Nach Abschluss der Ausbildung bei der Landespolizei im vergangenen Jahr konnte er sich voll aufs Training konzentrieren. Der Kurs selbst macht Franz Anton keine Angst. Jede der blauen Barrieren und Walzen hat er schon Hunderte Male überwunden, sich durch jedes der Tore gezwängt. Wo es für andere schwierig wird, sieht er längst kein Problem mehr. „Ich denke, ich beherrsche alle Stellen gleich gut“, sagt er über den Parcours, auf dem Techniker wie er Vorteile haben.

Anne Armbrecht

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