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Löw mit Sorgen vor Klassikern - Spieler angeschlagen

Fußball Löw mit Sorgen vor Klassikern - Spieler angeschlagen

Joachim Löw hat es wieder einmal nicht leicht. Vor den letzten beiden Länderspielen des Jahres sind mehrere Nationalspieler nicht topfit. Karim Bellarabi muss komplett passen. Vor dem ersten Training stehen beim Weltmeister Termine abseits des Rasens an.

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Max Kruse hat noch muskuläre Probleme.

Quelle: Fredrik von Erichsen

München. Müde, krank oder angeschlagen: Wenn Joachim Löw die Nationalspieler zum Länderspiel-Showdown 2015 in München versammelt, steht der Fußball zunächst im Hintergrund.

Parallel zu mehreren Marketing-Aktivitäten mit Werbespots und Trikotshow muss der Bundestrainer den Fitnesszustand gleich mehrerer Akteure checken. Definitiv ausfallen wird Karim Bellarabi wegen einer Muskelverletzung im linken Oberschenkel.

"Man muss erstmal sehen, welche Spieler zur Verfügung stehen nach dem Wochenende", fasste Jérôme Boateng die diffizile Personallage vor den Klassikern in Frankreich und gegen die Niederlande zusammen.

Der Streik bei DFB-Sponsor Lufthansa verkomplizierte zudem noch die Reiselogistik Richtung bayerische Landeshauptstadt. Zumindest dieses Problem hatte Boateng nicht. Doch auch der Abwehrchef des FC Bayern gehört zu dem guten halben Dutzend Akteuren im 25-Spieler-Kader, deren Einsatztauglichkeit Löw genau prüfen muss. Nach 45 Minuten war für Boateng am Samstag beim 4:0 gegen den VfB Stuttgart Schluss. Club-Coach Pep Guardiola sagte: "Wenn er fit ist, wird er zur Nationalmannschaft gehen."

Auf jeden Fall zum Nationalteam anreisen will Max Kruse, obwohl er für Wolfsburg am Samstag in Mainz nicht spielen konnte. Nach einem Muskelfaserriss ist er noch nicht wieder im Vollbesitz seiner Kräfte. In München will sich Kruse "von den Ärzten durchchecken" lassen, sagte er im ZDF-Sportstudio. Danach müsse entschieden werden, ob er womöglich nur für das zweite Spiel gegen die Niederlande zur Verfügung steht.

Karim Bellarabi musste beim Leverkusener 1:2 gegen den 1. FC Köln wegen muskulärer Probleme zur Pause vom Platz. Am Sonntag war nach einer MRT-Untersuchung klar, dass er Löw beim Jahresausklang nicht zur Verfügung stehen wird. Teamkollege Christoph Kramer stand wegen einer Grippe kurzfristig nicht im Kader. Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler geht davon aus, dass Löw keine Risiken in den Freundschaftsspielen eingehen werde. "Wie ich Jogi kenne, wird er nur fitte Spieler einsetzen."

Im Gegensatz zu den missglückten Oktober-Länderspielen - als vor dem 0:1 in Irland und dem 2:1 gegen Georgien fast keine Vorbereitung möglich war - mussten diesmal nur acht statt 17 Akteure mit ihren Clubs noch am Sonntag ran. Als letzter Spieler sollte Rückkehrer Mario Gomez am Sonntagabend mit Besiktas Istanbul noch in Bursa auflaufen.

Leicht angeschlagen ist auch Torwart Manuel Neuer. Der Bayern-Schlussmann verließ die Münchner Arena am Samstagabend mit einem Verband an der linken Hand. Es gab allerdings keine Anzeichen, dass seine Teilnahme an den Länderspielen gefährdet sei. Neuer hatte schon im Oktober betont, dass er gerade bei der Partie im EM-Endspielstadion von St. Denis gegen Frankreich unbedingt dabei sein will. Als Schnupperkurs sozusagen, denn in acht Monaten soll genau dort die nächste deutsche Titelmission gekrönt werden. "Ich freue mich, in Frankreich einen Vorgeschmack darauf zu bekommen, was uns dort im kommenden Sommer erwartet", sagte auch Löw.

"Wir spielen gegen sehr gute Mannschaften. Und da wollen wir natürlich sehen, wo wir stehen. Ich glaube, dass man auch ein paar Sachen ausprobieren kann, aber das entscheidet der Bundestrainer", beschrieb Boateng die Bedeutung der Testpartien gegen EM-Gastgeber Frankreich und die EM-Verpasser aus den Niederlanden.

Bevor Löw am Dienstag mit der ersten Trainingseinheit in die konkrete sportliche Vorbereitung einsteigen kann, stehen am Montag mehrere Termine abseits des Rasens auf dem Programm. In München werden TV-Spots mit DFB-Geldgebern gedreht. Eine kleine DFB-Delegation nimmt am Abend in Berlin an der Präsentation des EM-Trikots teil - unter anderem mit Mesut Özil, der wie Toni Kroos von Löw zu Erholungszwecken für den Länderspiel-Doppelpack erst gar nicht nominiert wurde.

dpa

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