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Messi macht's per Elfmeter - Brasilien fast schon durch

Fußball Messi macht's per Elfmeter - Brasilien fast schon durch

Was für ein Zittersieg: Gegen Angstgegner Chile konnten Messi und Co. aber letztlich einen wichtigen Schritt Richtung Russland machen. Ein Elfmeter entscheidet und Erinnerungen werden wach. Brasilien kann sein WM-Quartier fast schon buchen.

Brasilien gewann gegen Uruguay mit 4:1.

Quelle: Natacha Pisarenko

Buenos Aires. Diesmal vergrub Lionel Messi sein Gesicht nicht im Trikot der argentinischen Nationalmannschaft. Diesmal ballte er die Faust und jubelte voller Entschlossenheit mit den Fans der "Albiceleste".

Der Superstar der Südamerikaner hatte unmittelbar zuvor vom Elfmeter-Punkt getroffen, eiskalt, drei Schritte, flach in die Ecke, der ehemalige Barça-Teamkollege Claudio Bravo im Tor von Südamerika-Meister Chile war geschlagen.

Dank Messis Elfmeter-Tor in der 16. Minute nach einem angeblichen Foul an Ángel di María feierte der Vizeweltmeister einen 1:0 (1:0)-Sieg in der Qualifikation für die WM im kommenden Jahr. Überzeugend war der Auftritt der Mannschaft von Trainer Edgardo Bauza nicht. "Als Toast und zum Betrinken einen russischen Wodka. Es ist besser, man vergisst, wie schlecht es war", höhnte gar die argentinische Zeitung "La Nacion". "Das Resultat konnte das armselige Bild von der Spielweise der Mannschaft unter Bauza nicht verdecken", meinte die Sportzeitung "Olé".

Der Trainer nahm es maximal effizient. "Das Wichtige war, dass wir gewonnen haben", sagte der 59-Jährige. Durch den Sieg im Estadio Monumental von Buenos Aires kletterte seine Mannschaft vom fünften auf den dritten Platz. Zum ersten Mal seit einem guten halben Jahr steht Argentinien damit wieder auf einem Direkt-Rang Richtung Russland.

Es qualifizieren sich die ersten vier Teams, der Fünfte muss in die Playoffs. Fast schon fix ist Rekordweltmeister Brasilien mit 30 Punkten nach einem 4:1 beim Tabellenzweiten Uruguay (23 Punkte) auf Platz eins. Nach dem 1:0 für Uruguay durch Edinson Cavani per Elfmeter (9. Minute) konnte der fünfmalige  Weltmeister durch Paulinho (19./52.) die Wende einleiten. Neymar legte mit einem herrlichen Lupfer in der 75. Minute das 3:1 nach. Mit dem Schlusspfiff erzielte Paulinho sein drittes Tor. Die Seleção ist unter dem neuen Nationaltrainer Tite damit weiterhin ungeschlagen.

Argentinien kommt auf 22 Punkte, Kolumbien hat 21, Ecuador und Chile sammelten bisher jeweils 20 Zähler, und auch Paraguay kann sich mit 18 Punkten nach 13 Spieltagen noch Hoffnungen machen.

Für Messi und seine Mitspieler war es aber noch mehr als ein WM-Qualifikationsspiel. Der zweimalige Weltmeister Argentinien hatte zuletzt bei der Copa America im Finale zweimal gegen Chile verloren - jeweils im Elfmeterschießen. Nach der Niederlage Ende Juni vergangenen Jahres und Messis verschossenem Elfmeter hatte der 29-Jährige seinen Rücktritt aus dem Nationalteam bekanntgegeben. Die letztlich erwartbar erfolgreich verlaufene Rückholaktion wurde sogar zur Staatssache.

Nun soll Messi Argentinien nach Russland bringen, schon am kommenden Dienstag steht das Team vor einer weiteren Prüfung. Nicht, weil der Gegner zu den stärksten zählt, sondern weil auf 3600 Metern Höhe in La Paz gegen Bolivien der Anpfiff erfolgt. "Alle wissen, wie schwer es ist, in dieser Höhe zu spielen", betonte Bauza. Hinzu kommt, dass ihm Javier Mascherano, Lucas Biglia, Nicolás Otamendi und Gonzalo Higuaín fehlen werden - sie sind gelbgesperrt. Aber Messi ist ja dabei.

dpa

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