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Monopolkommission: Bundesliga-Vermarktung neu regeln

Fußball Monopolkommission: Bundesliga-Vermarktung neu regeln

Über die zentrale Vermarktung von Übertragungsrechten verdient die Fußball-Bundesliga Milliarden. Die Monopolkommission hält das Verfahren in der jetzigen Form für falsch und fordert Einschränkungen.

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Ein Kameramann 2007 bei der Arbeit während einer Bundesliga-Partie. Foto: 

Quelle: Uli Deck

Berlin. Die Monopolkommission hat sich für verbrauchernahe Auflagen bei der Vermarktung von Übertragungsrechten für Bundesligaspiele ausgesprochen. Die zentrale Vermarktung durch die Deutsche Fußball Liga (DFL) in ihrer bisherigen Form lehnen die Wettbewerbshüter ab.

Die Monopolkommission ist ein unabhängiges Expertengremium, das die Politik in Wettbewerbsfragen berät. Sie hat nicht die Befugnisse des Kartellamtes. Das Amt hat die zentrale Vermarktung bisher unter Auflagen erlaubt.

Die DFL wies den Vorschlag der Kommission zurück. "Erster Ansprechpartner der DFL für die Vermarktung der nationalen audiovisuellen Medienrechte ist das Bundeskartellamt als zuständige Bundesbehörde", schrieb die Vertretung der Bundesligisten.

"Seit 2005 erfolgt die Rechtevergabe in einem klar geregelten offenen, transparenten und diskriminierungsfreien Ausschreibungsverfahren, das Rechts- und Planungssicherheit für Clubs, Medienpartner und Zuschauer auf Basis der geltenden gesetzlichen Regelungen gewährleistet." Einschaltquoten, die Zufriedenheit der Partner sowie die Gesamtentwicklung der Bundesliga "sprechen nachhaltig für das bestehende Vermarktungsmodell".

Die Kommission empfiehlt hingegen, dass das Verfahren künftig auf Basis umfassender Untersuchungen erfolgen sollte. Insbesondere die Zuschauerpräferenzen sollten vor Billigung eines Vermarktungsmodells, an dem nur Vereine und Medienanbieter beteiligt sind, ermittelt werden. Insgesamt sollte die Vermarktung auch auf europäischer Ebene mehr abgestimmt werden.

"Ziel der ... Auflagen ist es sicherzustellen, dass die Verbraucher trotz der Monopolstellung der DFL hochwertige Fußballübertragungen zu fairen Preisen erhalten, und zwar sowohl im freien Fernsehen als auch über Bezahlangebote", schreibt die Monopolkommission. Die Wettbewerbssituation sei schwierig einzuschätzen, da die Nachfrage der Medienanbieter sich zumindest teilweise von den Zuschauerpräferenzen ableite. Außerdem müssten Verhältnisse auf nationaler Ebene und internationalen Märkten beachtet werden.

Die Vermarktung von Übertragungsrechten über die Medien ist die wichtigste Einnahmequelle für den deutschen Profi-Fußball. Die Rechte werden von der DFL zentral an Fernsehsender und andere Medienanbieter vergeben. Im Juni schloss die DFL Vierjahresverträge ab, die von der Saison 2017/18 an gelten und die Rekordsumme von insgesamt 4,64 Milliarden Euro einbringen.

dpa

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