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NBA-Allstar-Game: 52-Punkte-Gala von Davis

Basketball NBA-Allstar-Game: 52-Punkte-Gala von Davis

Der Beste aller Allstars ist in diesem Jahr Anthony Davis. Vor eigenem Publikum stiehlt 23-Jährige James, Curry und Co. mit 52 Punkten klar die Show. Auch im Verein soll es für Davis nun aufwärts gehen, denn ein prominenter Neuzugang wartet.

Anthony Davis stellte in New Orleans einen neuen Rekord auf.

Quelle: Gerald Herbert

New Orleans. Anthony Davis hat das Treffen der NBA-Superstars mit einer 52-Punkte-Gala überstrahlt und damit auch LeBron James und Stephen Curry in den Schatten gestellt.

Mit seiner Ausbeute beim Allstar-Game verbesserte der 23-Jährige am Sonntag in New Orleans vor seinem Heimpublikum eine 55 Jahre alte Bestmarke von Wilt Chamberlain. Die Basketball-Legende hatte im Jahr 1962 42 Punkte erzielt, die seitdem nicht mehr übertroffen worden.

"Es hat viel Spaß gemacht. Meine Teamkollegen waren großartig und haben mich immer wieder gesucht", sagte Davis, der bei dem 192:182-Sieg des Westens gegen den Osten zum wertvollsten Spieler der Partie (MVP) gewählt wurde. Auch die 374 erzielten Punkte bedeuteten beim 66. Allstar-Game in der nordamerikanischen Profiliga eine Bestmarke.

Dass er den Rekord vor seinem Heimpublikum gebrochen habe, sei "etwas Besonderes" für ihn. "Ich wollte die Trophäe haben, gerade für diese Stadt", sagte der Power Forward der New Orleans Pelicans und erinnerte an den Tornado, der die Stadt am 7. Februar getroffen hatte. Bereits in der Halbzeit habe er angekündigt, 50 Punkte machen zu wollen. "Ich bin froh, dass es tatsächlich geklappt hat", sagte der erleichterte Davis.

Für den aus Chicago stammenden 2,08 Meter großen Basketball-Riesen könnten das Spiel und die Ehrung ein Auftakt für bessere Zeiten gewesen sein. Superstar DeMarcus Cousins wechselt mit sofortiger Wirkung von den Sacramento Kings nach New Orleans und verstärkt damit das Team um Davis. Wie beide Vereine am Montagabend mitteilten, kommt der Center gemeinsam mit Israeli Omri Casspi zu den Pelicans. Im Gegenzug verliert New Orleans Tyreke Evans, Langston Galloway, Rookie Buddy Hield sowie zwei Draftpicks an die Kings. Der 2,11 Meter große Cousins und Davis stellen nun zumindest auf dem Papier das wohl mit Abstand stärkste Frontcourt-Duo der Liga dar.

"Ich liebe die Stadt hier in New Orleans. Ich habe das Wochenende hier sehr genossen", sagte der überraschte Cousins noch in der Nacht zum Montag, als er offensichtlich nichtsahnend von den Nachfragen der Journalisten zu seinem bevorstehenden Wechsel konfrontiert wurde. Die Pelicans gelten als klarer Gewinner des Deals, der ihnen einen zweiten Superstar einbringt. "Wir sind begeistert, ihn hier begrüßen zu können", sagte Pelicans-Manager Dell Demps.

Beim Allstar-Game gab es neben Davis und Cousins aber noch andere Protagonisten: Die zweitmeisten Punkte für den Westen machte bei der Partie ohne größeren sportlichen Wert Russell Westbrook. Der 28-Jährige von den Oklahoma City Thunder steuerte 41 Punkte bei. "Davis hat einen sehr guten Job gemacht", lobte Westbrook seinen Mitspieler. In den vergangenen beiden Jahren hatte er selbst die Trophäe für den wertvollsten Spieler eingeheimst. Kevin Durant und Stephen Curry von Vizemeister Golden State Warriors kamen jeweils auf 21 Zähler.

Beste Werfer für den Osten war der Grieche Giannis Antetokounmpo von den Milwaukee Bucks mit 30 Punkten. Von den deutschen NBA-Spielern war keiner in die Allstar-Teams gewählt worden, Dennis Schröder von den Atlanta Hawks weilte am Wochenende in Berlin beim Top Four um den deutschen Basketball-Pokal.

dpa

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