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Nur 1:1 gegen Augsburg: Leno-Patzer kostet Bayer Punkte

Fußball Nur 1:1 gegen Augsburg: Leno-Patzer kostet Bayer Punkte

Bayer-Torwart Bernd Leno schockt sein Leverkusener Team mit einem kuriosen Eigentor. Der Werkself gelingt gegen den FC Augsburg noch ein 1:1. Doch gegen die schwachen Gäste war das zu wenig.

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Leverkusens Torwart Bernd Leno unterlief gegen Augsburg ein Eigentor zum 0:1.

Quelle: Caroline Seidel

Leverkusen. Ein Slapstick-Eigentor von Nationalmannschafts-Neuling Bernd Leno hat Bayer Leverkusen auf dem Weg zurück zu den Champions-League-Plätzen gestoppt.

Nach einem dicken Patzer des Keepers (12.), dem nach einem harmlosen Rückpass von Jonathan Tah der Ball begünstigt durch einen Platzfehler über den Fuß ins Tor kullerte, musste sich die Werkself gegen den FC Augsburg mit einem 1:1 (1:1) begnügen.

"Es war ein verrücktes Spiel mit einem verrückten Gegentor", stellte Bayer-Trainer Roger Schmidt fest. Leno gab sich zumindest äußerlich unbeeindruckt: "Sowas wirft mich nicht um", sagte er dem TV-Sender Sky und freute sich über die Fan-Unterstützung. "Es ist natürlich schön, wenn die Zuschauer hinter einem stehen. Ich versuche es, mit guten Leistungen zurückzuzahlen."

Trotz drückender Überlegenheit gelang Karim Bellarabi (39.) per Abstauber nur noch der Ausgleich für Bayer gegen die schwachen Gäste. Symptomatisch für das Bayer-Spiel: Hakan Calhanoglu (71.) vergab kläglich die beste Chance zum Sieg. Bei seinem Handelfmeter rutschte er aus und schoss den Ball über das Tor.

"Wir wollten das Spiel unbedingt gewinnen. Das hat man in der zweiten Halbzeit gesehen", meinte Schmidt. "Doch für die klare Überlegenheit haben wir uns nicht belohnt. Für den Aufwand, den wir betreiben, machen wir zu wenig Tore."

Vier Tage nach dem unglücklichen 1:2 beim FC Barcelona in der Königsklasse verpassten die Leverkusener durch das Remis nach zwei Siegen in Folge den Sprung unter die ersten Vier der Fußball-Bundesliga und sind nun Siebter. Der Europa-League-Teilnehmer aus Augsburg steckt auch nach dem achten Spieltag als Drittletzter tief im Tabellenkeller.

Dennoch war FCA-Coach Markus Weinzierl erleichtert: "Das war ein wichtiger Punkt. Dass wir das notwendige Glück hatten, ist mir wurscht." Er freue sich nun auf die Länderspielpause.

Bernd Leno wird am Montag nach seinem Fehltritt möglicherweise mit gemischten Gefühlen zur Nationalmannschaft nach Frankfurt/Main reisen. Nur zwei Tage nach seiner erstmaligen Berufung in den Kader von Bundestrainer Joachim Löw unterlief dem Bayer-Torwart der folgenschwere Fehler. Es war nicht der erste Blackout Lenos in der Bundesliga: Auf den Tag genau vor einem Jahr war ihm ein ähnliches Missgeschick passiert: Damals schlug er im Spiel gegen den SC Paderborn (2:2) ebenfalls am Ball vorbei, Samuel Koc nutzte dies zur zwischenzeitlichen Führung.

Sein Patzer gegen die Augsburger zeigte auch Wirkung bei seinen Teamkollegen. Trainer Roger Schmidt hatte dieselbe Startelf wie in Barcelona aufgeboten und erneut auf Augsburg-Schreck Stefan Kießling verzichtet. Der Torjäger hatte in zehn Spielen gegen den FCA immerhin achtmal getroffen.

Nach dem Rückstand brauchten die Gastgeber gegen die harmlosen Schwaben fast eine halbe Stunde, um wieder in Tritt zu kommen. Mit der ersten gefährlichen Aktion gelang ihnen sofort der Ausgleich. Nach einem Pfostenschuss von Javier Hernandez war Nationalspieler Bellarabi (39.) zur Stelle. Noch vor der Pause hätten Hernandez (41.) per Kopf und Christoph Kramer (44.) ihr Team in Führung bringen können, scheiterten aber jeweils am starken FCA-Torwart Marwin Hitz

Von den Augsburgern war so gut wie nichts zu sehen. Sie konzentrierten sich beinahe ausschließlich auf die Defensive, nach vorn lief nichts. 

Das änderte sich auch nach der Pause nicht. Bayer drängte, Augsburg hoffte. Vor allem Bellarabi und Hernandez wirbelten im Strafraum der Gäste. Mit zunehmender Spieldauer wirkten die Leverkusener ratloser. Gerade in dieser Phase unterlief Augsburgs Jan-Ingwer Callsen-Bracker ein Handspiel im Strafraum. Aber auch diese Chance nutzte Calhanoglu (71.) nicht. Bayer-Coach Schmidt reagierte und brachte in Julian Brandt und Kießling für den angeschlagenen Bellarabi, dessen Einsatz in der Nationalmannschaft wegen einer Schulterprellung offen blieb, und Hernandez noch zwei frische Offensivkräfte. Doch der erlösende Siegtreffer fiel nicht mehr.

dpa

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