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Paderborn bestätigt Verbleib von Trainer Effenberg

Fußball Paderborn bestätigt Verbleib von Trainer Effenberg

Stefan Effenberg darf vorerst in Paderborn Trainer bleiben. Nach Gesprächen im Anschluss an die 0:4-Pleite gegen Kaiserslautern bekam der Coach zunächst einmal Rückendeckung von Clubboss Wilfried Finke und dem Aufsichtsrat. Allerdings muss der Fußball-Lehrer nun liefern.

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Nach der 0:4-Pleite gegen Kaiserslautern sprach vieles für eine Beurlaubung Stefan Effenbergs.

Quelle: Friso Gentsch

Paderborn. Stefan Effenberg ist ein schnelles Ende seines ersten Trainer-Abenteuers vorerst erspart geblieben. Trotz des 0:4 am Freitag in Kaiserslautern verzichtet der vom Abstieg bedrohte Fußball-Zweitligist SC Paderborn fürs erste auf Konsequenzen.

Nach langer Beratung am Sonntag sprachen sich Präsidium und Aufsichtsrat für einen Verbleib des einstigen Weltklasse-Profi aus. "Wir haben in den vergangenen beiden Tagen zahlreiche Gespräche geführt und unsere Gesamtsituation mit etwas Abstand zum Spiel vom Freitag analysiert. Es gilt meine Zusage, dass Stefan Effenberg im Februar unser Chef-Trainer bleibt", sagte Präsident Wilfried Finke am Sonntag.

Damit bestätigten die Vereinsgremien die Einschätzung von Finke, der dem Mitte Oktober eingestellten Trainer-Novizen bereits am Samstag eine weitere Chance eingeräumt hatte. "Er ist sich im Klaren darüber, dass er bisher im Februar noch nicht geliefert hat. Aber er hat mich damit überzeugt, wie er am kommenden Wochenende in Bielefeld spielen lassen will", hatte der Vereinspräsident dem Online-Portal sport1.de mitgeteilt. Der Vereinschef koordiniert das Geschehen derzeit von seinem Urlaubs-Domizil auf Mallorca aus. Wann er nach Deutschland zurückkehrt, blieb vorerst unklar.

Nach eigenem Bekunden hat Finke im Anschluss an die Schlappe auf dem Betzenberg mit Effenberg und "wichtigen Spielern" gesprochen. "Durch diese Gespräche habe ich das Gefühl bekommen, dass Effenberg Trainer bleiben sollte. Ich gehe davon aus, dass er in Bielefeld auf der Bank sitzen wird", sagte Finke.

Effenberg hatte sich bereits nach einem ersten Telefonat mit dem Vereinschef am Samstag optimistisch gezeigt, dass er sein Team auf das Ostwestfalen-Derby gegen Arminia Bielefeld am 21. Februar (13.30 Uhr) vorbereiten kann. "Ich gehe so in diese Trainingswoche, dass ich am Sonntag in Bielefeld auf der Bank sitze", sagte Effenberg im TV-Sender Sky.

Nach mittlerweile neun Spielen in Serie ohne Sieg hat sich die Lage der Paderborner in der Abstiegszone verschärft. Die Partie in Bielefeld sei laut Effenberg "von enormer Bedeutung. Ob es ein Endspiel ist, müssen andere beurteilen."

An weitere Suspendierungen wie im vergangenen Dezember, als die Spieler Daniel Brückner, Mahir Saglik und Srdjan Lakic mit sofortiger Wirkung freigestellt wurden, denkt Finke allerdings nicht. "Da standen wir unter einer Drucksituation, das hätten wir anders kommunizieren müssen. Das war auch mein Fehler", räumte Finke ein.

"Ich bin mir der Situation bewusst, ich kenne die Mechanismen im Fußball", sagte Effenberg, der bereits am Freitag einen Rücktritt ausgeschlossen hatte. "Natürlich ist die Situation nicht einfach, aber es ist wichtig, dass man zusammenhält", sagte Effenberg, der erst im vergangenen Herbst seinen ersten Job als Trainer angetreten hatte.

Finke hatte seinen Coach bereits in der Winterpause unter Druck gesetzt und ihn aufgefordert, "zu liefern. Denn wenn er nicht liefert, steigen wir ab."

dpa

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