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Pokal-Traumduell mit Bayern noch kein Thema für Dortmund

Fußball Pokal-Traumduell mit Bayern noch kein Thema für Dortmund

Ein blaues Wunder blieb dem BVB erspart. Anders als die Ligakonkurrenten aus Bremen und Leverkusen meisterte der Revierclub die Pokal-Hürde beim Drittligisten Lotte. Doch die nun anstehende Aufgabe im Halbfinale könnte kaum schwerer sein.

Nach dem am Ende klaren Sieg im Pokal-Viertelfinale geht es für Borussia Dortmund wieder gegen den FC Bayern.

Quelle: Guido Kirchner

Osnabrück. Hans-Joachim Watzke schien erleichtert, aber nicht wirklich entspannt. Kaum war das Traum-Halbfinale im DFB-Pokal gegen den FC Bayern perfekt, schwor der BVB-Geschäftsführer die Dortmunder Profis auf das wichtigste Saisonziel ein.

Den vielen Fragen nach den Chancen im Dauerduell mit den Münchnern schenkte er nach dem hart erkämpften 3:0 (0:0) der Borussia über den Drittligisten SF Lotte kaum Beachtung: "Die Pokalwettbewerbe sind jetzt erst einmal außen vor. Wir müssen den dritten Platz in der Bundesliga absichern und idealerweise versuchen, Leipzig anzugreifen."

Auf die Mithilfe von Mario Götze können die Dortmunder dabei jedoch nicht zählen. Wie der Verein am Mittwoch mitteilte, schlägt der an einer Stoffwechselstörung erkrankte Weltmeister zwar positiv auf "die erste Phase der Behandlung" an, wird aber - einen positiven Behandlungsverlauf vorausgesetzt - erst im Fühsommer wieder "mit dem leistungsorientierten Training beginnen".

Auf den ersten Blick scheint der Revierclub derzeit aber auch ohne Götze im Soll. Mit dem Einzug in das Viertelfinale der Champions League und das Pokal-Halbfinale sind erste Ziele erreicht. Doch die anhaltende Ungewissheit, ob der Bundesliga-Dritte auch in der kommenden Saison zur europäischen Königsklasse gehört, nimmt Watzke derzeit die Fähigkeit zu unbeschwerter Freude: "Das Allerwichtigste ist jetzt, dass unser Fokus auf den Bundesligaspielen gegen Ingolstadt, Schalke und Frankfurt liegt."

Nach Einschätzung von Thomas Tuchel scheint sein Team auf gutem Weg, auch diese Hürden zu meistern. So wertete der Coach den schmucklosen, aber am Ende souveränen Sieg über Lotte als Indiz für die Charakterstärke seiner Profis: "Dieser Sieg ist nicht hoch genug einzuschätzen. Das war kein Matchplan-Spiel, sondern ging über die Einstellung. Wir waren uns heute für nichts zu schade."

Nach wackeligem Beginn sorgten die Torschützen Christian Pulisic (57. Minute), André Schürrle (66.) und Marcel Schmelzer (83.) für den verdienten Erfolg. Trotz der 1:2-Niederlage am vorigen Wochenende bei Hertha BSC attestierte Tuchel seiner Mannschaft einen anhaltenden Aufwärtstrend: "Ich bin mit dieser Saisonphase sehr zufrieden. Die Mannschaft steht gut auf dem Platz."

Viel Zeit zur Freude bleibt dem Fußball-Lehrer jedoch nicht. Schon am Freitag steht das Bundesliga-Heimspiel gegen Ingolstadt an. Noch ist offen, ob die in Osnabrück fehlenden Pierre-Emerick Aubameyang und Julian Weigl wieder zur Verfügung stehen. Die angeschlagenen Stammkräfte nahmen auch am Mittwoch nicht am Mannschaftstraining teil.

Der nächste Auftritt im Pokal steht dagegen erst Ende April an. Im Lieblingswettbewerb der vergangenen Jahre bietet sich dem BVB die Chance, als erste Mannschaft überhaupt zum vierten Mal in Serie das Endspiel zu erreichen. Dazu ist allerdings ein Sieg beim derzeit dominanten Branchenprimus aus München nötig. "Wenn wir den Pokal gewinnen wollen, müssen wir eh irgendwann gegen München gewinnen", sagte Kapitän Marcel Schmelzer.

Abwegig ist dieses Unterfangen nicht. Schon vor zwei Jahren war dem BVB im Halbfinale beim FC Bayern ein ähnlicher Coup gelungen. Beide Teams stehen sich zum insgesamt zehnten Mal im DFB-Pokal gegenüber. Spannung scheint garantiert: Fünf der letzten sieben Duelle gingen in die Verlängerung, drei davon ins Elfmeterschießen.

Der Traum des tapferen Underdogs aus Lotte von einem Halbfinale gegen den großen FC Bayern ging dagegen zu Ende. Nach vielbeachteten Erfolgen über die klassenhöheren Kontrahenten Werder Bremen, Bayer Leverkusen und 1860 München erwies sich der BVB als eine Nummer zu groß. "Natürlich bin ich enttäuscht", gestand Trainer Ismail Atalan, "wir hatten geplant zu gewinnen." Doch eigentlich war sein Stolz über die zurückliegende Erfolgsstory größer als der Frust über die verdiente Niederlage. Den Hauptgrund für das 0:3 hatte Atalan schnell gefunden: "Die spielen Champions League, wir spielen 3. Liga."

dpa

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