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Polen müht sich zu 1:0-Startsieg über Nordirland

Fußball Polen müht sich zu 1:0-Startsieg über Nordirland

Nach dem Abpfiff überwiegt bei den Polen um Bundesliga-Torschützenkönig Robert Lewandowski die Erleichterung. Die fest eingeplanten drei Punkte zum EM-Auftakt gegen Nordirland sind geholt, wenn auch ohne Glanz. Matchwinner ist aber nicht Lewandowski.

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Schrecksekunde bei Polen: Starspieler Robert Lewandowski muss nach einem Foul behandelt werden.

Quelle: Oliver Weiken

Nizza. Die Erleichterung über den mühsamen ersten Sieg bei einer EM-Endrunde war noch spürbar, da richtete sich der Blick bei Robert Lewandowksi und Co. bereits auf die zweite Partie gegen den Weltmeister.

"Der Schlusspfiff heute ist zugleich der Startschuss der Vorbereitung auf das Spiel gegen Deutschland", sagte Polens Trainer Adam Nawalka nach dem 1:0 (0:0) über Turnier-Neuling Nordirland.

Entsprechend kurz ließen sich die Spieler nach dem Siegtreffer von Lewandowskis Angriffspartner Arkadiusz Milik am Sonntag in Nizza von den eigenen Fans feiern. Schon am Donnerstag geht es in Saint-Denis bei Paris gegen das DFB-Team weiter, dank des EM-Premierensieges aber mit guten Aussichten auf den Einzug in das Achtelfinale, nachdem 2008 und 2012 im eigenen Land kein Vorrundensieg gelungen war.

"Wir sind sehr glücklich, es war unser Ziel, drei Punkte zu holen. Kompliment an das ganze Team. Nordirland hat eine sehr physische Mannschaft, da mussten wir gegenhalten", sagte Nawalka. "Die Spieler haben viel Herz gezeigt und verdient gewonnen."

Auch der zum besten Spieler der Partie gekürte Grzegorz Krychowiak war glücklich über den verdienten Erfolg. "Ich denke, wir können uns weiterentwickeln, aber wir sollten das erste Spiel nicht überbewerten", sagte der Mittelfeldspieler von Europa-League-Sieger FC Sevilla. "Wir wissen, dass es gegen Deutschland sehr schwer wird. Wir müssen alles rausholen in diesem Match", meinte Krychowiak.

Auf die unbequemen, aber nach vorn harmlosen Nordiren trifft die DFB-Auswahl am Dienstag kommender Woche im Pariser Prinzenpark. "Natürlich sind wir enttäuscht, vor allem weil wir bei Ballbesitz nicht gut ausgesehen haben. Wir haben den Ball im Spiel nach vorne zu schnell wieder hergegeben", kritisierte Trainer Michael O'Neill, dem eine Anfangsformation mit zwei Angreifern zu riskant erschienen war. "Es ist ein großer Schritt bis zum europäischen Toplevel. Wir werden sehen, was wir besser machen können", versprach er.

Der Favorit aus Polen tat sich vor 33 742 Zuschauern im sonnigen Nizza eine Halbzeit lang sehr schwer. Der nominell schwächste Kontrahent in der Gruppe C war ausschließlich auf Torverhinderung aus mit einer Fünfer-Kette vor dem Tor und noch drei defensiven Akteuren davor. Bis zum ersten Schuss auf das Tor durch Milik dauerte es fast eine halbe Stunde. Der wesentlich gefährlichere Partner des bestens abgeschirmten Lewandowski besaß kurz darauf die erste große Chance, verlor nach Vorarbeit durch den Dortmunder Lukasz Piszczek aber ein wenig die Balance und schoss aus wenigen Metern über das Tor (31.).

Nationaltrainer Nawalka verzichtete zunächst auf Kamil Grosicki. Der am Sprunggelenk angeschlagene Mittelfeldmann von Stade Rennes blieb 80 Minuten auf der Ersatzbank. Dafür berief Nawalka Youngster Bartosz Kapustka auf der linken Seite in die Startformation. Der 19-Jährige besaß die andere gute Gelegenheit der ersten Hälfte, Torhüter Michael McGovern lenkte den Schuss über die Latte (39.).

Der langjährige Dortmunder Profi Jakub Blaszczykowski leitete schließlich über die starke rechte Seite, wo er mit seinem einstigen Partner Piszczek gut harmonierte, den Siegtreffer ein. Seinen Rückpass nahm der einst bei Bayer Leverkusen und auch in Augsburg aktive Milik auf und traf aus 14 Metern flach per Linksschuss. Die Nordiren waren erst in den letzten Minuten mutiger, so dass die Polen am Ende sogar noch ein wenig bangen mussten.

dpa

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