Volltextsuche über das Angebot:

6 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Reifeprüfungen für BVB - "Nicht Champions League gucken"

Fußball Reifeprüfungen für BVB - "Nicht Champions League gucken"

Zuletzt gab es in der Europa League zwei 0:1-Niederlagen. Doch mit Beginn der K.o.-Runde will der BVB seinen Status als Mitfavorit untermauern. Erster schwerer Gegner auf dem Weg Richtung Finale ist ein einstiger Champions-League-Sieger.

Voriger Artikel
Wirbel um Putin-T-Shirt bei Fenerbahce gegen Lokomotive
Nächster Artikel
Kein neuer Fall Bosman: Befristete Verträge sind rechtens

Auf Trainer Thomas Tuchel und den BVB kommen Tage mit schweren Gegnern zu.

Quelle: Marijan Murat

Dortmund. Für Borussia Dortmund beginnt die Zeit der Reifeprüfungen. Binnen zwei Wochen stehen zwei Duelle in der Europa League mit dem FC Porto sowie die Bundesliga-Spitzenspiele gegen Leverkusen und den FC Bayern an.

Gleich zum Start in die K.o.-Runde am Donnerstag (19.00 Uhr) gegen den portugiesischen Spitzenclub will der BVB ein Zeichen setzen. Nach zuletzt dürftigen Leistungen in Europa nahm BVB-Coach Thomas Tuchel seine Profis in die Pflicht: "Wir müssen eine andere Einstellung zu diesem Wettbewerb finden und dürfen nicht mit weinendem Auge Champions League gucken. Wenn wir das nicht schaffen, ist nach dieser Runde Schluss."

Die vergangenen beiden Auftritte in der Europa League machen wenig Mut. Niederlagen in Krasnodar (0:1) und gegen Saloniki (0:1) brachten den Revierclub um den schon sicher geglaubten Gruppensieg. "Wir haben es uns selbst eingebrockt, dass wir nun auf einen starken Gegner wie Porto treffen. Das müssen wir jetzt ausbaden", kommentierte Marcel Schmelzer. Einen Nachteil sieht der Außenverteidiger darin jedoch nicht: "Es wird für uns vielleicht einfacher, weil wir wissen, dass Porto einer der Titelfavoriten ist."

Nach dem guten Start in die Rückrunde wähnt sich der Revierclub für die anstehende knifflige Terminhatz gerüstet. "Wir werden auf allerhöchstem Niveau geprüft und fühlen uns dazu bereit", sagte Tuchel voller Zuversicht.

Sein Team wird von vielen Experten hoch gehandelt. So traut der frühere Dortmunder Meistertrainer Ottmar Hitzfeld der Borussia gar den Titel in der Europa League zu: "Aus meiner Sicht ist der BVB der Favorit", sagte er dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Will die Tuchel-Elf diesen Status untermauern, muss sie sich besser schlagen als gegen Krasnodar, Saloniki und zuletzt beim knappen 1:0 auf nationaler Ebene über Schlusslicht Hannover 96.

Schließlich kommt es zum Kräftemessen zweier europäischer Schwergewichte. Dortmund belegt in der aktuellen UEFA-Clubrangliste Rang zehn, der zum Jahresende aus der Champions League ausgeschiedene FC Porto ist immerhin Dreizehnter. Nicht zuletzt deshalb verspürt Ilkay Gündogan diesmal mehr Nervenkitzel als vor den bisherigen zehn Partien gegen eher unspektakuläre Gegner: "Ich freue mich, wenn die Europa League für uns 'so richtig' losgeht gegen ein gefühltes Champions-League-Team", schrieb der Nationalspieler auf Facebook.

Zur Erleichterung der Dortmunder meldete sich der gegen Hannover fehlende "Torgarant" Pierre-Emerick Aubameyang fit zurück. Dagegen droht der Ausfall der erkälteten Profis Gündogan und Roman Weidenfeller. "Sie sind für morgen absolut fraglich. Wir haben uns in der Mannschaft einen kleinen Infekt eingehandelt", sagte Tuchel.

Beim Gegner um Torwart-Legende Iker Casillas fehlen die gesperrten Maxi Pereira und Danilo. Das tangiert die Strategie des Tabellendritten aus Portugal aber nur bedingt. "Wir spielen in Dortmund auf Sieg, wie wir das immer tun", sagte Jorge Nuno Pinto da Costa. Gleichwohl machte der Clubpräsident aus seinem Respekt vor dem Gegner keinen Hehl: "Wir wissen, dass es ein sehr schweres Spiel werden wird, womöglich das schwerste der Saison. Alle wissen, dass die Borussia das zweitstärkste Team Deutschlands ist."

Die mit Bravour bestandene Generalprobe werteten Trainer José Peseiro und seine Profis als Mutmacher. Mit einem 2:1 am vorigen Wochenende beim Zweiten Benfica Lissabon wahrte der zweimalige Königsklassen-Sieger (1987/2004) seine Minimalchance auf den 28. nationalen Meistertitel.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus News

Jede Woche im LVZ-Tippspiel zur Saison 2016/17 regionale Partien tippen und tolle Preise gewinnen! mehr