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Robben verletzt, Holland verliert - Italien erobert Spitze

Fußball Robben verletzt, Holland verliert - Italien erobert Spitze

Kapitän Robben verletzt, eine Stunde in Unterzahl, null Punkte: Für die Niederlande wird es um Kampf um die EM-Teilnahme nach einem 0:1 gegen Island noch enger. Italien erobert dagegen die Tabellenführung. De Bruyne trifft für Belgien.

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Graziano Pelle war mit seinem Kopfballtor der Matchwinner für Italien.

Quelle: Maurizio Degl' Innocenti

Berlin. Arjen Robben hielt sich den Kopf und wollte von der Tribüne aus gar nicht mehr hinschauen. Ohne den frühzeitig verletzt ausgeschiedenen Bayern-Profi hat die niederländische Fußball-Nationalmannschaft eine bittere 0:1-Heimpleite gegen Island kassiert.

Das Oranje-Team muss nun mehr denn je um die Teilnahme an der EM im kommenden Jahr bangen. Robben musste bei der völlig missglückten Premiere des neuen Bondscoaches Danny Blind nach nicht mal einer halben Stunde ausgewechselt werden.

Was sich der neue Kapitän der Niederländer zugezogen hatte, blieb zunächst unklar. Nach einer Roten Karte wenige Minuten später sorgte ein Elfmeter für die Entscheidung zugunsten der Isländer, die sich nun mit sechs Siegen aus sieben Spielen im Gegensatz zum vermeintlichen Favoriten Niederlande ernsthaft mit der EM-Planung beschäftigen können. Island führt mit 18 Punkten die Gruppe A an. Tschechien, das mit einem 2:1 gegen Kasachstan gewann, ist mit 16 Zählern Zweiter. Auf Rang drei liegen die Niederländer mit weiterhin 10 Punkten, einen Zähler vor dem kommenden Gegner Türkei, der zu Hause 1:1 gegen Lettland spielte.

Besser, wenn auch nicht ruhmreich mit einem 1:0, machte es Italien. Die Squadra Azzurra eroberte durch den knappen Erfolg gegen das weiter sieglose Team von Malta die Führung in der Gruppe H. Die Italiener nutzten dabei den Ausrutscher des bisherigen Spitzenreiters Kroatien. Das namhafte Team von Ex-Bundesligaprofi Niko Kovač war zuvor in Aserbaidschan nicht über ein 0:0 hinausgekommen und erstmals in der EM-Qualifikation ohne Torerfolg geblieben.

Belgien wahrte auch dank Kevin De Bruyne seine Chancen auf die Euro 2016 in Frankreich. Der vom VfL Wolfsburg zu Manchester City gewechselte "Fußballer des Jahres" in Deutschland erzielte einen der Treffer beim 3:1-Heimsieg gegen Bosnien-Herzegowina. An der Spitze allerdings bleibt vor den zweitplatzierten Belgiern (14) Wales (17). Die Waliser setzten sich mit 1:0 auf Zypern durch.

Die Niederlande brauchen fast schon ein Wunder. Blinds erstes Pflichtspiel als Nachfolger von Guus Hiddink wurde zum Desaster. Der Neuanfang endete in einem Debakel. Nur wenige Minuten nach Robbens Auswechslung musste Abwehrspieler Bruno Martins Indi nach einer Tätlichkeit mit Roter Karte den Platz verlassen.

Blind wechselte vor der Pause auch noch den Schalker Angreifer Klaas-Jan Huntelaar aus, um die Defensive zu stärken. Sechs Minuten nach dem Seitenwechsel trafen dennoch die Isländer: Gylfi Sigurdsson verwandelte einen Foulelfmeter - und Robben wollte nicht mehr hinsehen. An diesem Sonntag kommt es für die Niederländer - ob mit oder ohne Robben - zum Alles-oder-Nichts-Spiel gegen die Türkei.

dpa

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