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Schalke will nach Europa - Weinzierl: Drei Wege

Fußball Schalke will nach Europa - Weinzierl: Drei Wege

Schalke ist weiter gut im Geschäft. Der Einzug ins Achtelfinale der Europa League gegen Saloniki sollte nach dem 3:0 im Hinspiel Formsache sein. Aber auch im DFB-Pokal und in der Liga ist noch alles möglich. Der beste Weg nach Europa wird noch gesucht.

Schalke-Trainer Markus Weinzierl kündigte an, dass es gegen PAOK Saloniki zahlreiche personelle Wechsel geben werde. Foto: Ina Fassbender

Gelsenkirchen. Dass Schalke 04 auch in der nächsten Saison wieder auf der europäischen Fußball-Bühne mitmischen will, ist kein Geheimnis. Allerdings gestaltet sich die Mission schwierig.

Angesichts der Situation in den drei Wettbewerben Bundesliga, DFB-Pokal und Europa League stellt sich für den Revierclub vor dem Rückspiel gegen PAOK Saloniki am Mittwoch nun die Gretchen-Frage: Welcher Weg nach Europa ist womöglich am ehesten erfolgreich zu beschreiten? Und was passiert, wenn es nicht klappt?

"Leicht ist kein Weg", stellte Nationalspieler Max Meyer klar. "Aber wenn wir unsere Hausaufgaben machen, ist alles möglich. Wir geben in keinem Wettbewerb auf." Auch Trainer Markus Weinzierl wagte keine Prognose und sagt klipp und klar, dass es derzeit keine Priorität für eine Möglichkeit gibt: "Drei Wege, dreimal hundert Prozent - das ist unser Programm für die nächsten Wochen."

Als Tabellen-Zehnter hat Schalke in der Bundesliga acht Punkte Rückstand auf den Sechsten Hertha BSC. 13 Spieltage bleiben noch, um ins obere Drittel der Liga vorzustoßen und sicher in die Europa League einzuziehen. Noch besteht für den Revierclub, der in den vergangenen zehn Jahren nur in der Saison 2009/10 nicht international vertreten war, auch die Chance, als DFB-Pokalsieger zum dritten Mal in Serie die Europa League zu erreichen. Allerdings muss Schalke am 1. März im Viertelfinale bei Bayern München antreten. "Der Pokal wäre der kürzeste Weg", meinte Meyer. "Auch wenn wir ein Auswärtsspiel in München haben, ist es möglich, weiterzukommen."

Der Königsweg wäre der Gewinn der Europa League. Nicht nur, weil Schalke mit dem zweiten kontinentalen Titel seit dem legendären UEFA-Cup-Triumph 1997, der sich im Mai zum 20. Mal jährt, einen enormen Prestigegewinn feiern könnte. Auch wäre damit die Qualifikation für die weit lukrativere Champions League verbunden. Nicht zuletzt deshalb betont Weinzierl, wie wichtig zunächst der Einzug ins Achtelfinale ist. "Wir wollen in der Europa League weiter für Furore sorgen. Bis zum Finale ist es aber noch ein weiter Weg."

Der Einzug in die nächste Runde scheint nach dem klaren 3:0 im Hinspiel in Thessaloniki nur Formsache. Weinzierl kündigte gegen die ersatzgeschwächten Griechen zahlreiche personelle Wechsel an. Seine Dauerbelasteten erhalten eine Erholungspause. "Die Rotation ist ein Gedanke in meinem Kopf. Deswegen überlegen wir, auf ein, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben Positionen zu wechseln."

Bereits Freitag wird in Nyon das Achtelfinale ausgelost. Sollte Schalke wie erwartet in der Trommel liegen, braucht man angesichts namhafter Konkurrenz auch Losglück. Bis zum Finale in Solna am 24. Mai wären noch drei Runden zu meistern.

Sportvorstand Christian Heidel betont zwar, man könne auch ein Jahr ohne Europapokal überstehen. Aber Verhandlungen mit potenziellen Neuzugängen sowie Spielern, deren Verträge auslaufen, werden schwieriger. Der Kampf um Sead Kolasinac, der beim 1:1 in Köln einen Nasenbeinbruch erlitt, scheint schon verloren. Der bosnische Linksverteidiger steht längst auf der Liste zahlreicher europäischer Top-Clubs. Laut "WAZ" und "Reviersport" hat der ablösefreie 23-Jährige Angebote von Juventus Turin, Inter Mailand, dem FC Chelsea und Tottenham Hotspur vorliegen.

dpa

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