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Tabea Alt und Elisabeth Seitz tragen WM-Hoffnungen

Turnen Tabea Alt und Elisabeth Seitz tragen WM-Hoffnungen

Nach dem insgesamt enttäuschenden Auftritt der deutschen Turn-Männer starten am Mittwoch die Frauen mit großen Hoffnungen in die Weltmeisterschaften von Montreal. Cheftrainerin Ulla Koch traut ihrer Riege einiges zu.

Die deutsche Kunstturnerin Elisabeth Seitz rechnet sich am Stufenbarren eine WM-Medaille aus.

Quelle: Rainer Jensen

Montreal. Bei Olympia erkämpften sie mit Rang sechs die beste Team-Platzierung deutscher Turnerinnen seit 28 Jahren, nun will das Quartett in Montreal auch bei der WM seine Fortschritte unter Beweis stellen.

Alle vier Frauen waren in Rio schon dabei, nur die Olympia-Dritte Sophie Scheder fehlt noch wegen der Rehabilitation nach ihrer Knie-Operation. So stehen die Chancen der Deutschen:

ELISABETH SEITZ: Die Turnfest-Königin von Berlin hatte nach ihren drei Meistertiteln in Berlin mit Rückenproblemen zu kämpfen. Lange war nicht klar, ob die Stuttgarterin im Mehrkampf starten kann. Ihre Konzentration gilt vor allem dem Stufenbarren, dort hat sie Chancen auf eine Medaille. Mit Bronze bei der EM in Rumänien hatte sie das unterstrichen.

TABEA ALT: Die 17-Jährige aus Ludwigsburg gilt als die größte deutsche Turn-Hoffnung. Ihr stärkstes Gerät ist der Schwebebalken, doch auch im Mehrkampf kann die Gesamt-Weltcupsiegerin mit der Weltelite mithalten. Stark verbessert hat sie sich am Stufenbarren, so dass sie bei perfekter Ausführung um den Finalplatz kämpfen könnte.

KIM BUI: Kim Bui startet nur am Stufenbarren, so dass die deutsche Riege an ihrem Lieblingsgerät gleich drei WM-Kandidatinnen haben. Ohnehin dürfen aber nur zwei Starterinnen pro Nation in ein Finale einziehen. "Wir hoffen, dass wir in Montreal zumindest eine durchbringen", sagte Cheftrainerin Ulla Koch.

PAULINE SCHÄFER: Die WM-Dritte von Glasgow würde natürlich gern diesen großartigen Erfolg am Schwebebalken wiederholen. Doch auch sie hatte im WM-Vorfeld Rückenprobleme. So bleibt abzuwarten, ob sich die Chemnitzerin, die auch eine gute Bodenübung anbietet, in Montreal erneut so stark präsentieren kann.

dpa

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