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Trochowski beendet "Leidenszeit" - Augsburg mit neuem Mut

Fußball Trochowski beendet "Leidenszeit" - Augsburg mit neuem Mut

In der Europa League ist der FC Augsburg nach dem Premierensieg wieder "voll dabei". Beim 1:0 in Alkmaar schlüpfen gleich zwei Mann in die Heldenrolle. Mit gestärkter Moral geht's nun nach Dortmund.

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Piotr Trochowski entschied mit seinem Kunstschuss die Partie in Alkmaar.

Quelle: Maja Hiti

Alkmaar. Nach dem Premierensieg in Europa konnten die Augsburger Fußballer beim Bankett im Ferienort Egmond aan Zee wenigstens für einen Abend die Krise im Liga-Alltag ausblenden.

"Für den Trainer, für jeden Beteiligten war es enorm wichtig, mal wieder einen Sieg einzufahren. Denn es gibt keinen Ersatz für Siege", sagte Manager Stefan Reuter nach dem glücklichen 1:0 beim AZ Alkmaar.

Das lange vermisste Erfolgserlebnis soll auch eine Initialzündung für die Bundesliga sein, in welcher der auf den letzten Tabellenplatz abgestürzte FC Augsburg am Sonntag (15.30 Uhr) in Dortmund antreten muss. Zumindest international ist die Trendwende gelungen und das Weiterkommen in Gruppe L vor den anstehenden Heimspielen gegen Alkmaar und Athletic Bilbao wieder ein realistisches Ziel. "Wir sind voll dabei in der Europa League", frohlockte Markus Weinzierl, der wusste, bei wem er sich in Holland besonders bedanken musste.

Nach dem Abpfiff war der Coach am Donnerstagabend in seinem feinen blauen Anzug über den glitschigen Rasen zu Marwin Hitz gesprintet und hatte den Torhüter umarmt, der den historischen Erfolg mit einer starken Parade in der 94. Minute festgehalten hatte. Hitz war der eine Held, der andere war Kunstschütze Piotr Trochowski mit seinem "traumhaften Freistoßtor" (Reuter) kurz vor der Pause.

Ein Sieg, zwei Matchwinner, auf diese Gleichung einigten sich auch Trochowski und Hitz. "Zum Schluss war Marwin der Held. Sonst steht es 1:1. Mein Gott, wenn wir 50:50 sagen, bin ich auch zufrieden", meinte Trochowski. Für den Ex-Nationalspieler war Tor Nummer 12 in seinem 72. Europapokalspiel ein besonderes. Aus über 20 Metern zirkelte der Edeltechniker den Ball gefühlvoll ins Netz. "Nach meiner Leidenszeit wieder mal ein Torerlebnis zu haben, ist sehr schön. Ich habe so hart gearbeitet, da darf ich dieses Erfolgserlebnis auch mal genießen", sagte der 31-Jährige nach seinem starken Startelf-Debüt für den FCA.

Ein Jahr war Trochowski ohne Verein gewesen. Im Sommer startete er einen Neuanfang in Augsburg, der mit einem Meniskusriss in der Vorbereitung unglücklich begann. "Piotr hat sich vorbildlich nach der Verletzung zurückgekämpft", lobte Weinzierl. In der Krise setzte der Coach auf den erfahrenen Spielmacher. "Ich habe gewusst, dass er brennt, dass er super Freistöße schießen kann", sagte Weinzierl.

Trochowskis Geniestreich langte, weil Hitz in der Nachspielzeit in Manuel-Neuer-Manier einen unhaltbar anmutenden Schuss von Markus Henriksen parierte. "Die Rettungsaktion war absolute Weltklasse", schwärmte Reuter.

In Euphorie brach beim FCA aber keiner aus. Zu angespannt bleibt die Situation, gerade in der Bundesliga, in der bei Borussia Dortmund die nächste Herkulesaufgabe ansteht. "Es gibt zwei Spiele im Jahr, die man als krasser Außenseiter bestreitet, das ist in München, das ist in Dortmund", sagte Weinzierl. "Aber auch beim 1:2 in München haben wir eine gute Leistung gezeigt. Das traue ich meiner Mannschaft auch in Dortmund zu."

An der rauen Nordsee, wo der FCA-Tross noch bis Samstag bleibt, äußerte sich nicht nur Matchwinner Trochowski mit neuem Selbstbewusstsein: "Wenn wir zusammenhalten und so wie hier kämpfen, dann ist auch in Dortmund was zu holen."

dpa

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