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Vettel zum Monza-Auftakt Dritter im Training

Motorsport Vettel zum Monza-Auftakt Dritter im Training

Sebastian Vettel will das Ergebnis aus dem Monza-Auftakt noch umdrehen. Das Formel-1-Freitagstraining schließt der Ferrari-Star als Dritter ab. Der Abstand zum Mercedes-Duo Valtteri Bottas und Lewis Hamilton ist aber minimal.

Dritter beim ersten Training in Monza: Ferrari-Pilot Sebastian Vettel.

Quelle: Luca Bruno

Monza. Im Königlichen Park von Monza hat sich Sebastian Vettel zum Auftakt seines Ferrari-Heimspiels nur knapp dem Mercedes-Duo Lewis Hamilton und Valtteri Bottas geschlagen geben müssen.

Der viermalige Formel-1-Weltmeister war am Ende des Trainings nur 0,140 Sekunden langsamer als Spitzenmann Bottas. Der Finne verwies seinen Teamkollegen Hamilton auf den zweiten Platz. In der ersten 90-minütigen Einheit hatte noch Hamilton vor Bottas die schnellste Runde gedreht. Vettel, der elf Jahre nach Legende Michael Schumacher am Sonntag (14.00 Uhr) Ferrari wieder einen deutschen Sieg schenken möchte, war zunächst ebenfalls Dritter geworden.

"Es gibt noch viel zu tun. Es war heute ein bisschen durchwachsen, zum Schluss war ein bisschen viel Verkehr auf der Strecke, deshalb war die Pace nicht ideal auszumachen", resümierte Vettel. "Wir können uns noch ein bisschen verbessern und müssen am Auto arbeiten." Damit meinte Vettel die Balance des Wagens, die Stabilität und das Bremsverhalten. "Wir sind noch nicht da, wo wir sein können."

Nico Hülkenberg musste seinen Renault nach kleinen Hydraulikproblemen vorzeitig in der Garage abstellen und wurde Zwölfter. Sauber-Mann Pascal Wehrlein musste sich mit Rang 20 begnügen und war damit Letzter.

Autodromo Nazionale di Monza - da geraten die Formel-1-Fahrer ins Schwärmen. "Auf dieser Strecke ist eine unglaubliche Leidenschaft für den Motorsport. Solche Kurse werden ja heute gar nicht mehr gebaut", sagte Hamilton. "Ich weiß auch nicht warum, aber die Konstrukteure haben dieser Strecke soviel Charakter und so unglaubliche Kurven verliehen. Das ist einfach ein einzigartiger Kurs."

Dem gibt es nicht viel mehr hinzuzufügen. Vettel & Co. können auf diesem 5,793 Kilometer langen Kurs so richtig Gas geben. Alleine der Vollgasanteil auf dieser Hochgeschwindigkeitsstrecke liegt bei 79 Prozent, Höchstgeschwindigkeiten von mehr als 360 km/h werden von den Fahrern erreicht. "Dieser Ort und seine Historie sind schon sehr besonders", räumte auch Hülkenberg ein, der seinen Wagen vorzeitig in der Garage parken musste. "Kurse, wo Rennsportgeschichte geschrieben wurde, beeindrucken mich."

Ferrari ist ein bedeutender Bestandteil dieser Historie. Tradition wird hier groß geschrieben. Anlässlich des 70. Geburtstags der Scuderia in diesem Jahr wurde diese Wegmarke auch in weißer Schrift auf die Ferraris von Vettel und seines Teamkollegen Kimi Räikkönen lackiert. Hinweise auf das Erbe dieser Marke.

Vettel will in seinem dritten Jahr für Ferrari endlich mit einem WM-Titel in die Annalen des Autobauers eingehen. Die Jubelstürme der Tifosi kann man in diesem Fall nur erahnen. Alleine dass er während der beiden Übungseinheiten eifrig in Richtung Haupttribüne winkte, verzückte die Fans schon gewaltig. "Das gesamte Team genießt diesen Grand Prix und es ist ganz besonders, Teil davon zu sein", sinnierte Vettel.

Der Auftakt mit Rang drei und geringem Abstand auf die Silberpfeile machte Lust auf mehr. Vor dem 13. Saisonlauf führt Vettel in der WM-Wertung mit sieben Punkten vor Hamilton. Der Heppenheimer konnte bislang dreimal in Italien gewinnen, auf seinen Ferrari-Premierensieg im Königlichen Park wartet er aber noch. Hamilton war ebenfalls schon dreimal in Monza erfolgreich, zuletzt 2015. Mit einem Sieg am Sonntag könnte er erstmals in diesem Jahr die WM-Führung übernehmen.

dpa

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