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Volleyball: "Professore" Pedullà nicht mehr Nationalcoach

Volleyball Volleyball: "Professore" Pedullà nicht mehr Nationalcoach

Die Geduld des Deutschen Volleyball-Verbandes hatte ein schnelles Ende. Nach acht Monaten trennt sich der DVV von Frauen-Bundestrainer Luciano Pedullà. Der Verband sieht die Olympia-Qualifikation in großer Gefahr. Die wird auch für den Nachfolger schwer genug.

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Ist nicht länger der Trainer der deutschen Frauen-Nationalmannschaft: Luciano Pedullà.

Quelle: Wolfram Kastl

München. Nach gerade mal acht Monaten hat der Deutsche Volleyball-Verband (DVV) das Intermezzo mit Frauen-Bundestrainer Luciano Pedullà beendet. Der DVV gab die Trennung von dem Italiener bekannt und will in Kürze einen Nachfolger für den 58-Jährigen präsentieren.

Nach einer Saison mit vielen Tiefpunkten zog der Verband Konsequenzen, um beim hochkarätig besetzten Turnier in der Türkei im Januar vielleicht doch irgendwie den Sprung zu Olympia 2016 zu schaffen. Nur der Erste ist sicher in Rio dabei.

"Wir sind zu dem Entschluss gekommen, dass es für beide Seiten besser ist, sich zu trennen. Mit dieser Entscheidung wollen wir einen Impuls setzen, der unser Team für die Olympia-Qualifikation in Ankara nach vorne und nach Rio de Janeiro 2016 bringt", begründete Sportdirektor Ralf Iwan die Trennung von "Professore" Pedullà, wie der Sportwissenschaftler in seiner Heimat auch genannt wurde.

"Ich hätte sehr gerne weitergemacht", sagte der Mann aus Novara der Deutschen Presse-Agentur. "Die Erfahrung als Nationaltrainer war aber toll. Ich liebe den deutschen Volleyball und das Land." Die Trennung sei in "beiderseitigem Einvernehmen" erfolgt. "Der Verband war mit der EM nicht besonders zufrieden. Ich fand sie nicht so schlecht."

Die Deutschen waren bei der EM in Belgien und den Niederlanden nach zwei Silbermedaillen in Serie nur Fünfte geworden. Trotz ihrer bis dahin besten Turnierleistung schieden sie mit 2:3 im Viertelfinale gegen die Türkei aus, qualifizierten sich jedoch immerhin direkt für die EM-Endrunde 2017 in Aserbaidschan und Georgien.

"Mit mir kann man gern über eine Verlängerung sprechen", meinte Pedullà noch kurz nach dem Aus wegen seines nach der Rio-Qualifikation auslaufenden Vertrags. Der DVV sah dafür wahrlich keinen Anlass. Von "einer Bilanz von 12 Siegen und 17 Niederlagen" sprach der Verband in der offiziellen Mitteilung. Gegen die besten Teams habe es "ausschließlich Niederlagen" gegeben.

Der besonnene, väterliche Pedullà sollte der Kontrapunkt zu seinem energischen, heißblütigen Vorgänger Giovanni Guidetti sein. Doch nach dem Zerwürfnis mit Guidetti nach fast neun Jahren wurde die Mannschaft um Spielführerin Margareta Kozuch mit dem Nachfolger nie richtig warm. "Ich hatte keine Probleme mit dem Team", beteuerte Pedullà, der mit dem Team im Mai in die Vorbereitung gestartet war.

Der Verband jedenfalls steht nun immens unter Druck. Noch ein personeller Fehlgriff würde die DVV-Spitze um Präsident Thomas Krohne arg ramponieren. "Ich hoffe, dass meine Arbeit eine gute Grundlage für die Qualifikation für Rio sein kann", sagte Pedullà.

Bei Gegnern schon in der Gruppenphase in Ankara wie Kroatien, den Niederlanden und der Türkei müssen die deutschen Volleyballerinnen eher schon jetzt hoffen, vielleicht als Zweiter oder Dritter des Turniers die letzte Chance in Japan im Mai ergreifen zu können.

dpa

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