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Weinzierl hält FCA die Treue - Absage an Schalke

Fußball Weinzierl hält FCA die Treue - Absage an Schalke

Markus Weinzierl ist dem Lockruf des FC Schalke 04 nicht erlegen. Der Trainer des FC Augsburg wird beim schwäbischen Fußball-Bundesligisten bleiben und den Club in seine erste Europa-League-Saison führen.

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Trainer Markus Weinzierl bleibt dem FC Augsburg treu.

Quelle: Stefan Puchner

Augsburg. Am späten Mittwoch äußerte sich sein Arbeitgeber zur Trainerfrage, die den ganzen Tag über öffentlich für Aufregung gesorgt hatte. In der Stellungnahme auf seiner Internetseite hob der FCA hervor, dass in dem Anfang April vorzeitig verlängerten Vertrag mit dem 40 Jahre alten Weinzierl "keine Ausstiegsklausel enthalten" sei.

"Es ehrt uns, wenn der Trainer derartige lukrative Angebote erhält, denn das ist eine Auszeichnung für die Arbeit des gesamten Vereins. Nicht nur die Vertragsverlängerung im April bis 2019, sondern auch diese Absage an andere Vereine sind jeweils klare Bekenntnisse des Trainers zum FCA. Ich freue mich, dass wir in dieser Konstellation gemeinsam weiterarbeiten können", äußerte Manager Stefan Reuter.

Schalke hatte nach der Trennung von Roberto Di Matteo Kontakt zu Weinzierl aufgenommen. Nach Informationen der "Sport Bild" kam das Angebot aus Schalke zu kurzfristig, nachdem Weinzierl erst vor zwei Monaten seinen Kontrakt in Augsburg bis 2019 verlängert hatte. Angeblich wollte Schalke Weinzierl für vier Jahre binden.

Schalke-Manager Horst Heldt hatte sich öffentlich bedeckt gehalten. "Es ist Aufgabe der Medien, das Thema zu besetzen und ihr gutes Recht zu spekulieren", hieß es in einem Statement von Heldt auf der Homepage des Bundesligisten. "An diesen Spekulationen werde ich mich aber weder beteiligen noch einzelne Namen kommentieren."

Mehrere Medien hatten berichtet, dass Schalke sogar schon Gespräche mit Weinzierl geführt habe. Bisher galt bei Schalke der belgische Nationaltrainer und ehemalige Gelsenkirchener Profi Marc Wilmots (46) als Favorit für die Nachfolger des am Saisonende zurückgetretenen Schweizers Di Matteo.

FCA-Präsident Klaus Hofmann verriet in einem Interview mit dem Radiosender "Antenne Bayern", dass Weinzierl seinen aktuellen Arbeitgeber vor ein, zwei Wochen darüber informiert habe, "dass Schalke an ihn herangetreten" sei. Das sei aber auch alles gewesen. "Markus Weinzierl informiert uns immer, wenn er von einem Verein kontaktiert wird", sagte Hofmann. Schalke war nicht der erste.

"Fakt ist, dass wir derzeit Gespräche mit fachlich hervorragend geeigneten Trainern führen", erklärte Heldt allgemein. "Diese Gespräche finden aber allesamt hinter geschlossenen Türen statt. Wir werden uns hierzu äußern, wenn es etwas zu verkünden gibt."

In Augsburg war man daran interessiert, möglichst schnell Fakten zu schaffen. Manager Reuter, der seinen Vertrag parallel zu Weinzierl bis 2020 verlängert hatte, ist seit Wochenbeginn aus dem Urlaub in der Türkei zurück und mit der Feinplanung der ersten Europa-League-Saison des FCA beschäftigt. Weinzierl spielt als Trainer dabei naturgemäß eine zentrale Rolle.

Auch Schalke gerät zeitlich unter Handlungsdruck. Ein Engagement von Weinzierl, der Augsburg auf den fünften Platz der Bundesliga und damit in die Europa League führte, wäre teuer geworden. Das gilt auch im Fall des belgischen Nationaltrainers Wilmots. Der Belgier soll aus seinem bis 2018 laufenden Vertrag für zwei Millionen Euro vorzeitig rauskommen.

Auch der FC Augsburg werde, "wenn irgendeiner mit einer astronomischen Summe kommt", über eine Freigabe für Weinzierl nachdenken, hatte Präsident Hofmann am Mittwoch erklärt. "Das ist ja normal." Dies sei aber Theorie, ergänzte Hofmann. Durch einen deutlichen Anstieg der TV-Einnahmen und die erstmalige Teilnahme am Europapokal sind die Augsburger nicht gezwungen, den Trainer oder auch Spieler aktuell aus wirtschaftlichen Gründen ziehen zu lassen. "Ich habe hier eine hohe Jobzufriedenheit", äußerte Weinzierl bei der Vertragsverlängerung im April. Am Mittwoch war der 40-Jährige persönlich nicht zu erreichen. Sein Status beim Telekommunikations-Dienst WhatsApp lautete: "Beschäftigt".

dpa

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