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Werders Trainersuche: Nouris große Chance, Gerüchte um Schaaf

Fußball Werders Trainersuche: Nouris große Chance, Gerüchte um Schaaf

Breitenreiter, Slomka, Herzog oder sogar Schaaf? Viele Namen werden in Bremen nach der Skripnik-Beurlaubung gehandelt, auch große. Eine kleine Chance auf ein dauerhaftes Erstliga-Engagement darf sich auch die Übergangslösung machen.

Werder vertraut interimsmäßig auf Alexander Nouri.

Quelle: Carmen Jaspersen

Bremen. Sogar über Thomas Schaaf wird geredet. Wenn in der Bundesliga ein neuer Trainer gesucht wird, schauen alle zuerst auf die Liste mit den arbeitslosen Fußball-Lehrern. Und auf der steht auch der ehemalige Langzeit-Coach der Bremer.

Spätestens mit der Entlassung von Viktor Skripnik hat der Verein den viel beschworenen Werder-Weg verlassen. Die Bremer sind längst ein ganz normaler Erstligist im Dauer-Abstiegskampf geworden, der derzeit wieder einmal auf Trainersuche ist.

"Ich werde definitiv keine Namen kommentieren oder ausschließen", antwortete Baumann am Montag auf Fragen zum Ex-Coach: "Deshalb möchte ich auch zu Thomas Schaaf nichts sagen." Gespräche scheint es bisher aber nicht gegeben zu haben, denn Baumann erklärte: "Ich weiß nicht, wie es ihm geht."

Schaaf, von 1999 bis 2013 die letzte Langzeit-Lösung auf der Bremer Trainerbank, wird wohl kaum zurückkehren. Auch wenn einige Traditionalisten in Bremen sich das wünschen. Wahrscheinlicher ist da schon, dass Alexander Nouri länger als bisher besprochen bleibt und die kleine Chance nutzt, während das Management den Markt sondiert.

Der 37-Jährige ist von Sportchef Frank Baumann als Interims-Coach vorgestellt worden. Doch gute Ergebnisse könnten eine ganz neue Situation entstehen lassen. So wie in der Vorsaison in Mönchengladbach. Bei der Borussia war André Schubert auch nur als Übergangs-Coach vorgesehen und sicherte sich mit vielen Punkten dauerhaft seinen Job.

Baumann räumte Nouri zumindest eine kleine Chance auf dauerhafte Beschäftigung bei den Profis ein. "Im Fußball sollte man nichts ausschließen", sagte der Sportchef. Nouri werde am Mittwoch gegen Mainz auf der Bank sitzen, "wie viele Spiele folgen werden, kann ich nicht sagen".

Der Geschäftsführer erklärte weiter: "Parallel ist es so, dass wir intensiv den Markt der möglichen Kandidaten überblicken und Erkundigungen einholen." Auch derzeit nicht arbeitslose Fußball-Lehrer sind für Werder eine Option. Wenn ein Kandidat "unter Vertrag steht, muss man klären, ob es geht", sagte Baumann: "Ich würde diese Variante nicht ausschließen." Arbeitslose Trainer sind einfacher zu holen. Dazu zählen neben Schaaf auch Andre Breitenreiter, Markus Gisdol oder Mirko Slomka.

Diskutiert wird in Bremen auch über Andreas Herzog. Der ehemalige Werder-Spielmacher arbeitet derzeit als Assistent von US-Nationaltrainer Jürgen Klinsmann und könnte wohl sofort gehen. Zuletzt war Herzog am zweiten Spieltag bei der 1:2-Niederlage gegen Augsburg im Weserstadion und sagte nun der österreichischen "Kronenzeitung": "Ich bring mich sicher nicht selbst ins Spiel! Das ist nicht meine Art." Desinteresse hört sich anders an.

Interessiert ist auch Nouri, auch wenn der das nicht ganz so deutlich ausspricht. "Ich lebe im Moment", sagte der 37-Jährige am Montag und redete geschickt um das Thema herum: "Ich schaue nicht so weit in die Zukunft. Ich mache mir wenig Gedanken, was in der nächsten Woche ist."

dpa

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