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Wimbledon-Aus für Topfavorit Djokovic

Tennis Wimbledon-Aus für Topfavorit Djokovic

Vor dem Wimbledon-Beginn wurde den Stars der Tennis-Branche die Frage nach dem Topfavoriten gestellt. Eigentlich gab es nur eine Antwort: Novak Djokovic. Doch der Serbe scheiterte schon in der dritten Runde. Das enttäuschte auch Boris Becker.

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Boris Becker musste die Niederlage von seinem Schützling Novak Djokovic mitansehen. Foto: Facundo Arrizabalaga

London. Konsterniert erhob sich Boris Becker von seinem Tribünen-Platz. Am Ort seiner größten Erfolge riss am Samstag die imposante Serie seines Schützlings Novak Djokovic.

In Wimbledon scheiterte der Titelverteidiger und Topfavorit überraschend schon in der dritten Runde am Weltranglisten-41. Sam Querrey aus den USA. Als der der serbische Tennisprofi eine Vorhand ins Aus spielte, war das 6:7 (6:8), 1:6, 6:3, 6:7 (5:7) besiegelt und für ihn die Hoffnung auf den vierten Wimbledon-Sieg und auf den Triumph bei allen vier Grand-Slam-Turnieren für dieses Jahr dahin.

Schon gut 15 Minuten nach dem letzten Ballwechsel stellte sich Djokovic den Fragen der Weltpresse. So schnell wie möglich wollte er durch sein mit der Pflicht, so schnell wie möglich weg vom Tennis. Der 29-Jährige wirkte enttäuscht, konnte aber auch schon wieder lächeln. "Es schmerzt bei einem Grand Slam zu verlieren mehr als bei jedem anderen Turnier", sagte der dominante Tennisprofi der vergangenen Monate.

"Es war ein sehr erfolgreiches Jahr, aber auch ein sehr erschöpfendes. Zum Glück habe ich eine Familie und ein Leben neben dem Tennis." Seit sieben Jahren scheiterte Djokovic nicht mehr so früh bei einem Grand Slam, seit ihn 2009 in Paris in der dritten Runde der Augsburger Philipp Kohlschreiber bezwang.

Sein Aus gegen Querrey beim bedeutendsten Tennis-Turnier der Welt hatte schon am Freitag seinen Anfang genommen. Mit 6:7 (6:8) und 1:6 gab der zwölfmalige Grand-Slam-Sieger die ersten beiden Sätze ab. Er konnte sich zunächst glücklich schätzen, dass sein Spiel wegen des Regens abgebrochen wurde - und er am Samstag mit frischem Mut wieder anfangen konnte. Quälende Zwangspausen blieben ihm auch dann nicht erspart. Dreimal wurde sein Match noch unterbrochen.

In der Fortsetzung schien es zunächst so, als würde Djokovic das Match noch einmal drehen können. Ähnlich wie im vergangenen Jahr gegen den Südafrikaner Kevin Anderson. Auch damals hatte Becker mit ihm bange Momente durchstehen müssen. Der Serbe lag ebenfalls 0:2 in Sätzen hinten, glich dann aber noch aus, ehe die Partie wegen Dunkelheit vertagt wurde. Am nächsten Tag hieß der Sieger Djokovic. Und am Ende des Turniers hielt er den Pokal in den Händen.

Gegen Querrey gewann er auf Court 1 den dritten Satz - und schlug im vierten Durchgang zum Satzausgleich auf, vergab aber die Chance. Als die Organisatoren die Profis dann bei 5:6 in die Kabine schickten, winkte Djokovic mit seinem Schläger ein wenig verzweifelt in Richtung Becker. Doch auch die Tipps des dreimaligen Wimbledon-Champions halfen nicht mehr. "Mein Bestes war in diesem Jahr nicht genug", sagte Djokovic. "Ich gehe hoffentlich als stärkerer Spieler daraus."

Eigentlich schien es, als wäre Djokovic in diesem Jahr alles zuzutrauen. Erst als dritter Spieler der Tennis-Geschichte hatte der 29-Jährige alle vier Grand-Slam-Titel zur gleichen Zeit in seinen Besitz gebracht. Auch den letzten ihm noch fehlenden großen Sieg hatte er bei den French Open geholt. 30 Partien gewann der Familienvater nacheinander bei den vier wichtigsten Tennis-Turnieren. "Wir denken, es ist unmöglich, ihn zu schlagen. Aber natürlich ist er schlagbar. Er kann keine 200 Matches am Stück im Tennis gewinnen", sagte der siebenmalige Wimbledon-Champion Roger Federer.

Selbst der Grand Slam - alle vier Titel in einem Jahr zu holen - schien für Djokovic in Reichweite. Oder gar der Golden Slam, inklusive Olympia-Gold in Rio. "Ich will nicht überheblich klingen, aber ich denke, dass alles im Leben erreichbar ist", hatte der Weltranglisten-Erste in Paris noch gesagt.

dpa

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