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Würzburg macht Aufstieg perfekt - MSV nun drittklassig

Fußball Würzburg macht Aufstieg perfekt - MSV nun drittklassig

Für den MSV Duisburg reicht es trotz einer furiosen Aufholjagd nicht zum Klassenverbleib in der 2. Liga. Die Würzburger Kickers machen den Aufstieg in den Relegationsspielen perfekt. Auch Dirk Nowitzki jubelt über die Zweitliga-Rückkehr.

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Die Würzburger Kickers spielen künftig in der 2. Liga.

Quelle: Roland Weihrauch

Duisburg. Die Spieler tanzten im Kreis, die Fans feierten ihre Aufstiegshelden: Die Würzburger Kickers kehren nach 38 Jahren in die 2. Fußball-Bundesliga zurück.

Der Tabellendritte der 3. Liga machte mit dem 2:1 (1:1) im Relegations-Rückspiel beim MSV Duisburg den Aufstieg perfekt und schaffte damit den direkten Durchmarsch von der Regionalliga bis in die 2. Liga. "Wir haben gewusst, dass wir es drauf haben. Aber dass wir es jetzt geschafft haben, ist einfach unbeschreiblich", sagte Abwehrspieler Royal-Dominique Fennel. "Nach dem 0:1 mussten wir uns sammeln, aber mit dem Ausgleich waren wir wieder im Rennen."

Vor 29 500 Zuschauern in der ausverkauften Schauinsland-Arena erzielten Elia Soriano (37.) und Rico Benatelli (90.+2) die Treffer für das Team von Trainer Bernd Hollerbach. Ein Eigentor von Clemens Schoppenhauer bescherte dem MSV den Führungstreffer (33.). Das Hinspiel hatten die Duisburger am vergangenen Freitag mit 0:2 verloren. "Der Ausgleich hat uns richtig erwischt, danach haben wir unser Konzept verloren", sagte MSV-Coach Ilja Gruew. "Dass wir überhaupt die Relegation erreicht haben, hat uns keiner zugetraut."

Damit fällt Bundesliga-Gründungsmitglied Duisburg zum dritten Mal nach 1986 und 2013 in die Drittklassigkeit zurück. Die Kickers hingegen sind bereits der sechste Drittligist, der sich in bislang acht Relegationsspielen gegen Zweitligaclubs durchsetzen konnte. Von den klassenhöheren Teams behielten lediglich 1860 München (2015) und Dynamo Dresden (2013) die Oberhand.

Den Aufstieg bejubelte auch Basketball-Superstar Dirk Nowitzki. Der gebürtige Würzburger twitterte nach dem Schlusspfiff: "Nie mehr 3. Liga.... Wahnsinn". Auch Eigentorschütze Schoppenhauer war überglücklich: "Wir haben uns ausgiebig bei unseren Fans bedankt. Es ist toll, wie viele Anhänger uns unterstützt haben."

Duisburgs Coach Gruew musste neben Torhüter Michael Ratajczak auch auf seinen gesperrten Kapitän Branimir Bajic verzichten, hatte aber Torjäger Victor Obinna nach überstandenem Muskelfaserriss wieder dabei. Insgesamt wechselte der Duisburger Trainer auf drei Positionen. Bei den Würzburgern stand Marco Haller für Nejmeddin Daghfous neu in der Startformation.

Vor großer Kulisse an der Wedau setzten die Gastgeber von Beginn an die Akzente, taten sich aber gegen die gut organisierten Defensivreihen der Franken schwer. Die zuvor in 13 Spielen unbesiegten Würzburger beschränkten sich auf ihre ausgezeichnete Abwehrarbeit, und versuchten mit gelegentlichen Kontern für Entlastung zu sorgen. MSV-Stürmer Kingsley Onuegbu hatte in der 18. Minute die beste Chance zum Führungstreffer, doch der Nigerianer scheiterte aus kurzer Distanz.

So verhalf erst ein Eigentor von Schoppenhauer nach Flanke von Giorgi Tschanturia den Duisburgern zur 1:0-Führung, die jedoch nicht lange hielt. Denn nur vier Minuten später gelang Soriano der wichtige Ausgleich für die Gäste. Nach dem Auswärtstreffer der Würzburger hätten die Gastgeber einen 4:1-Sieg benötigt. Zwar sorgten die MSV-Angreifer Obinna und Onuegbu in einigen Szenen noch für Gefahr, doch die kompakte und souveräne Defensive der Würzburger ließ keinen Treffer mehr zu. In der Schlussphase sah Obinna die Rote Karte wegen Meckerns (89.). Benatelli traf noch zum 2:1-Sieg für Würzburg.

dpa

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