Startseite LVZ
Volltextsuche über das Angebot:

Google+ Instagram YouTube
DEB-Team schafft Olympia-Comeback: 3:2 gegen Lettland

Eishockey DEB-Team schafft Olympia-Comeback: 3:2 gegen Lettland

Bis zum Schluss machte es die deutsche Eishockey-Auswahl beim Olympia-Qualifikationsturnier in Riga spannend. Gegen Gastgeber Lettland gab das Team eine 2:0-Führung wieder her. Dann sorgte der Sohn eines deutschen Olympia-Helden für das Olympia-Comeback.

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat Lettland 3:2 besiegt.

Quelle: Stefan Diepold

Riga. Stanley-Cup-Sieger Tom Kühnhackl hat sein perfektes Eishockey-Jahr mit dem entscheidenden Tor zum Olympia-Comeback des deutschen Nationalteams gekrönt.

40 Jahre nachdem sein Vater Erich Kühnhackl mit Deutschland sensationell die olympische Bronzemedaille in Innsbruck gewonnen hatte, traf Kühnhackl junior zum 3:2 (1:0, 1:1, 1:1) gegen Lettland im entscheidenden Qualifikationsspiel für die Winterspiele 2018 im südkoreanischen Pyeongchang. "Besser gehts nicht", meinte der 24 Jahre alte Stürmer aus Pittsburgh nach seinem Siegtor in der 55. Minute im Alles-oder-Nichts-Spiel.

"Heute war noch mal das i-Tüpfelchen", sagte der Matchwinner, der erst im Januar in der nordamerikanischen Profiliga NHL sein Debüt gegeben und im Juni auf Anhieb den Stanley Cup mit Meister Pittsburgh Penguins gewonnen hatte. "Er hat Selbstvertrauen ohne Ende. Wir sind froh, dass wir ihn haben und er seinen Lauf mit hierher genommen hat", sagte Bundestrainer Marco Sturm.

Kühnhackl schlug am Sonntag fünf Minuten vor dem Ende in Überzahl zu, als die von 10 035 lautstarken Zuschauern immer wieder nach vorne gepeitschten Letten drauf und dran waren, das Spiel zu drehen. Leon Draisaitl (17. Minute) und Felix Schütz (25.) hatten die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) 2:0 in Führung geschossen. Jeweils in deutscher Unterzahl kam Lettland durch Miks Indrasis (35.) und Martins Karsums (47.) zurück.

"Da war eine Riesen-Erleichterung, als die Schlusssirene kam", gestand NHL-Verteidiger Christian Ehrhoff. "Jetzt spielen wir bei Olympia", sagte der erneut bärenstarke Torhüter Philipp Grubauer von den Washington Capitals zum Gewinn des Qualifikationsturniers trocken. Zuvor hatte das DEB-Team bereits Japan (5:0) und Österreich (6:0) besiegt. In Südkorea trifft Deutschland in der Vorrunde in anderthalb Jahren auf Schweden, Finnland und Norwegen.

Für Deutschlands Männer ist es die erste Olympia-Teilnahme seit 2010. Vor drei Jahren hatte der DEB unter Sturms Vorgänger Pat Cortina im eigenen Land die Qualifikation für Sotschi 2014 verspielt. "Es war riesiger Druck da, aber die Mannschaft hat das hervorragend gelöst", sagte DEB-Präsident Franz Reindl, der zusammen mit der deutschen Spielerlegende Kühnhackl senior 1976 als Spieler Olympia-Bronze gewonnen hatte. "Man sieht, dass da unglaubliche Erfahrung da ist", sagte Sturm. Anders als 2013 in Bietigheim-Bissingen standen diesmal auch die NHL-Profis zur Verfügung. Die Erfahrung von insgesamt zehn Spielern mit zusammen 2852 NHL-Partien zahlte sich aus.

Mit der erfolgreichen Qualifikation ist der nominell vielleicht bestbesetzten Auswahl in der DEB-Geschichte ein wichtiger Meilenstein auf dem von Präsident Reindl angestrebten Weg in die Weltspitze gelungen. Reindl will bis 2026 mit dem Nationalteam wieder um Medaillen spielen. Acht Monate vor der WM im eigenen Land scheint der Grundstein unter Bundestrainer Sturm gelegt zu sein.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Olympia-News