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DFB-Fußballer "haben gemerkt, dass es geht"

Olympia DFB-Fußballer "haben gemerkt, dass es geht"

Das 2:2 gegen Olympiasieger Mexiko war für die deutschen Fußballer der Mutmacher. DFB-Coach Hrubesch sieht sich in der Auswahl seiner Kandidaten bestätigt. Hoffenheims Abwehrhüne Niklas Süle zeigte unter anderem sein Potenzial.

Salvador. Selbstvertrauen gewonnen, Sicherheit gefunden und Potenzial erkannt: Die Auswahl von DFB-Trainer Horst Hrubesch für das olympische Fußball-Turnier scheint die richtige Mischung zu sein.

Das 2:2 gegen Olympiasieger Mexiko offenbarte Qualitäten, die im Schlüsselspiel im Kampf um das Viertelfinal-Ticket gegen Südkorea am Sonntag gefragt sind.

"Alle haben gemerkt, dass es geht. Und sie wissen, es funktioniert", sagte Horst Hrubesch. Für den 65-Jährigen sind diese Erkenntnisse wichtig. Gegen die flinken Südost-Asiaten um Tottenham-Star Son Heung-Min entscheidet sich der Einsatz des angeschlagenen Kapitäns Leon Goretzka (Schulter) erst am Spieltag.

Und wie der deutsche Co-Trainer Thomas Nörenberg sagte, habe man "allerhöchsten Respekt" vor Südkorea. "Die gesamte Truppe ist in der Lage, Höchstgeschwindigkeits-Fußball zu spielen. Wir müssen darauf achten, diese Geschwindigkeit herausnehmen", sagte er. Hrubesch ließ sich bei der Pressekonferenz am Samstag vertreten, um mehr Zeit für Einzelgespräche zu haben.

Für den Schalker Goretzka kam zum Auftakt Serge Gnabry ins Spiel und hatte einen tollen Auftritt mit dem Tor zum 1:1. Vorbereiter war Innenverteidiger Niklas Süle, der Gnabry mit einem präzisen Pass in die Nahtstelle der mexikanischen Abwehr bediente. "Damals in der U 15 vielleicht, als ich noch Zehner war", sagte der 1,94 Meter große und 93 Kilogramm schwere Hüne auf die Frage, wann ihm das zuletzt gelang.

Süle belohnte sich für seine starke Vorstellung. Der 20-Jährige ist ein harter Arbeiter. In der Jugend ging er zu Eintracht Frankfurt. Es folgte die Station Darmstadt 98, wo seine schulischen Leistungen wegen der zeitlichen Belastungen im Fußball "in den Keller" fielen.

Er ging zu 1899 Hoffenheim und machte das Fachabi mit der Unterstützung von "Anpfiff ins Leben". Der von der Dietmar-Hopp-Stiftung unterstützte Verein hilft Kindern und Jugendlichen im Club, eine anspruchsvolle Ausbildung neben dem Fußball zu bekommen.

Ex-Coach Markus Gisdol holte Süle zu den Profis. Im Dezember 2014 erlitt der Newcomer, der als Kind als Berufswunsch LKW-Fahrer angab, beim 3:2 gegen Frankfurt einen Kreuzbandriss. In der vergangenen Saison machte Süle dann aber 33 der 34 Spiele in Hoffenheim.

Beraten wird Niklas Süle von Karl-Heinz Förster. "Wir sind beide Abwehrspieler. Bei einem 81-maligen Nationalspieler hört man genau hin. Er hat sehr viel erreicht in seiner Karriere und ist dorthin gekommen, wo ich auch mal hin will", sagte Süle über den Europameister von 1980 und Vize-Weltmeister von 1982 und 1986.

Auch bei Försters einstigem Nationalmannschafts-Gefährten Horst Hrubesch hört Niklas Süle genau hin, vor allem, wenn es um Kopfbälle geht. Über seine habe Hrubesch immer "gemeckert", sagte Süle der "Sport-Bild". "Was will man dagegen sagen, wenn ein Horst Hrubesch über Kopfbälle spricht?", sagte der Abwehrspieler.

Er selbst ist vom Potenzial des Olympia-Teams überzeugt: "Es muss noch an der einen oder anderen Schraube gedreht werden. Aber das machen wir in den nächsten Spielen."

dpa

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