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Deutsche Gymnastik-Gruppe enttäuscht auf Platz zehn

Olympia Deutsche Gymnastik-Gruppe enttäuscht auf Platz zehn

Die deutsche Gymnastik-Gruppe hat ihre eigenen Erwartungen nicht erfüllt. Nervös absolvierte das Quintett in Rio seine erste Übung und leistete sich zu viele Fehler. Damit verfehlten die Gruppe das Finale. Drei Gymnastinnen erklärten danach ihren Rücktritt.

Den deutschen Gymnastinnen passierten zu viele Fehler.

Quelle: Lukas Schulze

Rio de Janeiro. Für die deutsche Gymnastik-Gruppe hat sich die Hoffnung auf den ersten Finaleinzug bei Olympia nach 16 Jahren nicht erfüllt.

Einen Tag nach dem verpassten Finaleinzug durch Jana Berezko-Marggrander im Einzel leistete sich das deutsche Quintett zum Auftakt bei der Übung mit fünf Bändern zu viele Fehler, um ihre Ansprüche geltend zu machen. Damit bleibt der vierte Platz von Sydney 2000 das beste Ergebnis einer deutschen Gymnastik-Gruppe in der Olympia-Geschichte.

Das Quintett aus Schmiden kam nach verpatzter Band-Übung mit 32,400 Punkten im Vorkampf nur auf den zehnten Rang und damit auf das gleiche Ergebnis wie vor vier Jahren in London. "Es ist schade, dass wir ausgerechnet bei Olympia solche Fehler gemacht haben. Denn im Training war unsere Übung zuletzt stabil", sagte Kapitän Anastasija Khmelnytska, die nach der Übung wie Daniela Potapova und Julia Stavitskaja ihren Rücktritt erklärte.

In der Übung mit fünf Bändern (15,650 Punkte) waren der deutschen Gruppe vor 11 000 Zuschauern die Patzer passiert. "Die Mädels waren sehr nervös. Das ist schade, denn sie hätten nur normal durchziehen müssen, dann wäre das Finale möglich gewesen", analysierte Team-Chefin Katja Kleinveldt. Zu viele Würfe seien zu ungenau gewesen, der Verlust eines Handgeräts brachte hohe Abzüge.

Das war in der zweiten starken Übung mit sechs Keulen und zwei Reifen nach den Klängen des Queen-Hits "We will rock you" nicht mehr zu kompensieren (16,750). "Mit dem Endergebnis kann man leben. Für Platz acht hätte alles passen müssen. Perspektivisch steuern wir Rang sechs bis sieben an", sagte Kleinveldt.

Auch die Topfavoritinnen aus Russland leisteten sich in der zweiten Übung mehrere Fehler und ziehen überraschend nur als Zweite (35,516) hinter Spanien (35,749) in den Medaillenkampf. Dritter wurde Weißrussland (35,433). Bisher hatten die Russinnen seit 2000 in Sydney jede olympische Konkurrenz für sich entschieden.

dpa

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