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Gewinner und Verlierer: Deutsche Leichtathleten in Rio

Olympia Gewinner und Verlierer: Deutsche Leichtathleten in Rio

Die deutschen Leichtathleten können in Rio nicht an die Erfolge von 2012 anknüpfen. Kleiner Trost: Die Zahl der Olympiasiege wird verdoppelt.

Speerwerfer Thomas Röhler gehört eindeutig zu den Gewinnern unter den deutschen Leichtathleten in Rio.

Quelle: Michael Kappeler

Rio de Janeiro. Mit 89 Sportlern war der Deutsche Leichtathletik-Verband nach Rio gereist. Viele erfüllten die Erwartungen nicht wie die Kugelstoß-Asse und Speerwerferinnen.

Hoffnung auf die Zukunft machen die Olympiasieger Christoph Harting und Thomas Röhler sowie einige Talente auf der Bahn. Ein Überblick über Gewinner und Verlierer, Mitläufer und Hoffnungsträger, Zurückgetretene und Fehlstarter.

GEWINNER:

Thomas Röhler (Speerwurf): Der Jenaer sorgte für den ersten deutschen Olympiasieg in dieser Disziplin seit Klaus Wolfermann vor 44 Jahren. Mit 24 Jahren steht er erst am Anfang der Karriere.

Christoph Harting (Diskuswurf): Der Berliner löste seinen Bruder als Olympiasieger ab. Völlig daneben war aber sein Auftreten bei der Siegerehrung.

Daniel Jasinski (Diskuswurf): Schaffte mit Bronze eine faustdicke Überraschung - die einzige allerdings im deutschen Team.

Kai Kazmirek (Zehnkampf): Vierter mit der persönlichen Bestleistung von 8580 Punkten - da zogen alle den Hut.

Carolin Schäfer (Siebenkampf): Als Fünfte auf Tuchfühlung mit den ganz Großen. Hat mit 24 Jahren eine glänzende Zukunft.

VERLIERER:

Julian Reus (Sprint): Rannte vor Rio deutschen Rekord, dann aber hinterher. 200-Meter-Zeit okay, aber mit der Staffel chancenlos.

David Storl/Christina Schwanitz (Kugelstoßen): Drei WM-Titel zusammen, aber diesmal weit weg von Medaillen.

Robert Harting (Diskuswurf): Misslungenes Comeback nach langer Verletzungspause. Hexenschuss und Aus in der Qualifikation.

Max Heß (Dreisprung): Europameister, aber bei der Olympia-Premiere neben sich - in der Qualifikation gescheitert.

Anna und Lisa Hahner (Marathon): Hand in Hand im Ziel. Gute PR, aber miserable Zeit. Das sorgte für viele Diskussionen in der Laufszene.

MITLÄUFER:

Homiyu Tesfaye (1500 Meter): Der gebürtige Äthiopier, 2013 noch WM-Fünfter, stagniert. Chancenlos im Halbfinale.

Julia Fischer/Nadine Müller (Diskuswurf): Medaillenkandidatinnen, aber bei der Vormittags-Entscheidung nicht wach genug.

HOFFNUNGSTRÄGER:

Gina Lückenkemper (Sprint): Keine Angst vor großen Namen. Die 19-jährige rannte ins 200-Meter-Halbfinale und stärkte die Staffel.

Ruth Sophia Spelmeyer (400 Meter): Noch so ein unerschrockenes Sprinttalent. Mit Bestzeit ins Halbfinale.

Gesa Felicitas Krause (3000 Meter Hindernis): Sechste mit deutschem Rekord. Sie weinte bittere Tränen, denn die Konkurrenz war extrem stark.

ZURÜCKGETRETENE:

Linda Stahl (Speerwurf): Die EM-Zweite kam nicht mal auf 60 Meter und beendete ihre internationale Karriere ohne Medaille.

Christina Obergföll (Speerwurf): Dritte und letzte Spiele, die ersten ohne Edelmetall. Als Achte gerade noch im Soll.

Betty Heidler (Hammerwurf): Verpasste Bronze nur knapp und kann ihr ungewöhnliches Wurfgerät voller Stolz in die Ecke stellen.

FEHLSTARTER:

Raphael Holzdeppe (Stabhochsprung): Der lange verletzte Ex-Weltmeister wurde ohne Norm nominiert, patzte in der Qualifikation.

Rico Freimuth: Der WM-Dritte wurde nur mitgenommen, weil kein Deutscher besser war. Musste verletzt am ersten Tag passen.

dpa

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