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Gold im Marathon: Kipchoge lässt Kenia jubeln

Olympia Gold im Marathon: Kipchoge lässt Kenia jubeln

Der Kenianer Eliud Kipchoge ist bei den Olympischen Spielen zu Gold im Marathon gelaufen. Der 31 Jahre alte Langstreckler siegte in Rio de Janeiro mit einer Zeit von 2:08,44 Stunden.

Rio de Janeiro. Eine Minute und zehn Sekunden dahinter lief Feyisa Lilesa aus Äthiopien im Sambódromo durchs Ziel und holte Silber. Bronze ging an den US-Amerikaner Galen Rupp, der am Ende eine Minute und 21 Sekunden Rückstand auf den Sieger hatte.

Kipchoge untermauerte seine starke Form mit dem sechsten Sieg in seinen letzten sieben Rennen. Er gewann mit dem größten Vorsprung seit dem US-Amerikaner Frank Shorter 1972 in München. Der Goldmedaillen-Gewinner von London, Stephen Kiprotich aus Uganda, wurde 14. "Rio de Janeiro ist so wundervoll, das wird in meinen Gedanken bleiben", sagte Kipchoge.

Kipchoge machte seinen Medaillensatz komplett: 2004 in Athen holte er Bronze über 5000 Meter, 2008 in Peking über die gleiche Strecke Silber, nun Gold im Marathon.

Als bester Deutscher landete Philipp Pflieger in 2:18,56 Stunden auf Position 55. Julian Flügel wurde in 2:20,47 Stunden 71. Der Läufer aus Großbieber war erst für den verletzten Wattenscheider Hendrik Pfeiffer nachgerückt. Der deutsche Rekordhalter Arne Gabius hatte kurz vor Rio verletzt absagen müssen.

Pflieger freute sich nach dem kräfteraubenden Marathon auf seinen Brasilien-Urlaub. Flügel hatte es nach dem Zielenlauf besonders eilig. "Ich muss dringend nach Hause, bei mir wartet meine Frau Antonia und nächste Woche das Kind vielleicht. Termin ist der 27. August", sagte der Läufer aus Großbieber.

"Es war unfassbar hart. Auf den ersten Blick waren wir gesegnet mit den Bedingungen im Vergleich zum Glutofen vor einer Woche bei den Frauen", sagte Pflieger. "Aber die Luftfeuchtigkeit war unglaublich hoch." Der Regensburger war nach 2:18:56 Stunden angekommen, Flügel nach 2:20:47. Er war für den verletzten Wattenscheider Hendrik Pfeiffer nachgerückt. Der deutsche Rekordhalter Arne Gabius hatte kurz vor Rio verletzt absagen müssen.

Dem 29 Jahre alten Pflieger hatte es nach 39 Kilometern "den Stecker gezogen". Flügel räumte ein: "Ich habe schon ungefähr auf der Hälfte der Strecke gelitten. Aber es war ein Riesengefühl hier im Ziel. Das entschädigt für alle Leiden all die Jahre."

dpa

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