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Graubünden stimmt gegen Bewerbung für Olympia 2026

Olympia Graubünden stimmt gegen Bewerbung für Olympia 2026

Schon zum zweiten Mal nach 2013 haben die Einwohner Graubündens Nein zu Olympia gesagt. Der Trend setzt sich damit fort: Schon München, Oslo und Stockholm, aber auch Boston und Rom hatten in den vergangenen Jahren abgewinkt.

Eine Bewohnerin des Dorfes Obersaxen Meierhof gibt ihre Stimmen an einer Wahlurne ab.

Quelle: Benjamin Manser

Bern. Olympia, nein danke! Die Einwohner des Schweizer Kantons Graubünden wollen keine Olympischen Spiele vor ihrer Haustür. Bei einer Volksabstimmung lehnten sie eine Bewerbung um die Austragung der Winterspiele 2026 klar mit 60 Prozent ab.

Sie verweigerten der Kantonsregierung die Bitte, einen Kredit für die Vorbereitung eines Bewerbungsdossiers aufnehmen zu dürfen. Schon 2013 war eine Bewerbung um die Spiele 2022 in Graubünden gescheitert.

Im Rennen um die Austragung ist dagegen noch die Westschweiz. Dort haben sich mehrere Kantone rund um die Stadt Sion für eine Bewerbung stark gemacht. Das Motto: "Sion 2026. Die Winterspiele im Herzen der Schweiz". Im April entscheidet das Schweizer Olympische Komitee, ob es die Kandidatur dem Internationalen Olympischen Komitee offiziell vorschlägt.

Die Graubündner Regierung versprach sich von der Austragung große Chancen für die heimische Wirtschaft und Werbung für die Tourismus-Region. Die Gegner verwiesen dagegen auf andere Austragungsorte, die auf Schulden sitzen geblieben waren.

Damit hat sich der Trend fortgesetzt, dass Bürger aus westlichen Städten kein Interesse an Olympischen Spielen haben. Schon beim Bewerbungsverfahren für die Winterspiele 2022 waren neben Graubünden auch München, Stockholm und Oslo ausgestiegen. So waren am Ende nur der letztliche Gewinner Peking und Almaty übrig geblieben.

Im Rennen um die Olympischen Spiele 2024 hatten Hamburgs Bürger gegen eine Austragung gestimmt, auch Rom und Boston waren ausgestiegen. Für Boston rückte Los Angeles nach, außerdem stehen noch in diesem Jahr Paris und Budapest zur Wahl.

dpa

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