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IOC vergibt Olympische Spiele 2024 und 2028

Sportpolitik IOC vergibt Olympische Spiele 2024 und 2028

Das IOC will bei seiner Vollversammlung in Lima eine historische Entscheidung treffen. Erstmals seit fast 100 Jahren werden Sommerspiele wieder gleichzeitig an zwei Städte vergeben.

Der brasilianische Organisations-Chef Carlos Arthur Nuzman (M.) ist schwer unter Druck geraten.

Quelle: Leo Correa

Lima. Erstmals seit fast 100 Jahren vergibt das Internationale Olympische Komitee wieder zwei Sommerspiele gleichzeitig.

Die IOC-Session, die Vollversammlung der Mitglieder, soll in der peruanischen Hauptstadt Lima beschließen, dass die Spiele 2024 in Paris und die Spiele 2028 in Los Angeles stattfinden. Den IOC-Mitgliedern liegt ein entsprechender Vertrag vor.

Nach Korruptionsskandalen in der Vergangenheit macht das IOC damit einen ersten Schritt, die Vergabepraxis zu reformieren und so Bestechungsversuchen vorzubeugen. Derzeit untersucht die französische Justiz, ob die Vergabe der Sommerspiele 2016 in Rio de Janeiro gekauft war.

Paris und Los Angeles haben bürgernahe Konzepte vorgelegt und werben mit vergleichsweise geringeren Kosten, da die meisten Sportstätten bereits bestehen. Die Bürger stehen hinter den Plänen.

Paris will beispielsweise das Stade de France als Olympiastadion nutzen. Die französische Hauptstadt hatte die Spiele schon 1900 und 1924 ausgerichtet. Paris kalkuliert mit 6,2 Milliarden Euro.

Los Angeles will - wie schon bei den Spielen 1932 und 1984 - das Los Angeles Memorial Coliseum nutzen. Mit 5,3 Milliarden Dollar will die Stadt auskommen (knapp 4,5 Milliarden Euro). Das IOC schießt 1,8 Milliarden Dollar zu.

Zuletzt vergab das IOC 1921 die Olympischen Sommerspiele in einer Doppelvergabe: 1924 an Paris und 1928 an Antwerpen.

In seiner Eröffnungsrede der Session ließ IOC-Präsident Thomas Bach keinen Zweifel, dass die Winterspiele in Südkorea im kommenden Februar trotz der Spannungen auf der koreanischen Halbinsel stattfinden. Über Alternativen zu den Spielen in Pyeongchang vom 9. bis 25. Februar zu sprechen, sei die falsche Botschaft, sagte Bach.

Pyeongchang ist nicht einmal 100 Kilometer von der Grenze zu Nordkorea entfernt. Das weitgehend isolierte Nordkorea hatte mit Raketen- und Atomtests die Spannungen auf der Halbinsel immer wieder verschärft. Der UN-Sicherheitsrat hatte am Montag in New York einstimmig neue Strafmaßnahmen gegen Nordkorea verabschiedet.

dpa

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