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Judokas weiter schwach: Auch Wandtke und Roper scheitern

Olympia Judokas weiter schwach: Auch Wandtke und Roper scheitern

Auch am dritten Wettkampftag kommen die deutschen Judokas in Rio nicht über das Achtelfinale hinaus. Für Miryam Roper ist nach 46 Sekunden Schluss, Igor Wandtke scheitert in Runde zwei.

Rio de Janeiro. Die deutschen Judokas müssen bei den Olympischen Spielen weiter auf ihre erste Viertelfinalteilnahme warten. Auch Miryam Roper und Igor Wandtke scheiterten am Montag in Rio de Janeiro früh.

Nachdem fünf von 13 deutschen Athleten gekämpft haben, fällt die Bilanz ernüchternd aus: Kein deutscher Judoka kam über das Achtelfinale hinaus. "Uns fehlt der Ausreißer nach oben", sagte der Präsident des Deutschen Judo-Bundes (DJB), Peter Frese. Die Hoffnungen ruhen nun einmal mehr auf den schwereren Athleten.

Die 34 Jahre alte Miryam Roper schied bei ihren zweiten Olympischen Spielen schon in der ersten Runde aus. Gegen die brasilianische Mitfavoritin Rafaela Silva war der Kampf bereits nach 46 Sekunden beendet, als Roper von ihrer Gegnerin auf die Matte geworfen wurde und die entscheidende Wertung gegen sich kassierte. "Ich weiß nicht, was los war. Sie hat sich unter Wert verkauft", sagte Frese.

Gegen die Weltmeisterin von 2013 hatte Roper schon 2012 bei Olympia in London ihren Auftaktkampf verloren. "Es ist schon irgendwie scheiße, wenn man zweimal Olympische Spiele kämpft und zweimal diejenige, mit der man am wenigsten klarkommt, zugelost bekommt in der ersten Runde", sagte sie unter Tränen. "Das tut schon weh." Gegen die Brasilianerin hat Roper bislang alle ihre Kämpfe verloren.

Kurz danach war auch für Igor Wandtke in der Klasse bis 73 Kilogramm Schluss. Der 25-Jährige verlor im Achtelfinale gegen den an Nummer drei gesetzten Sagi Muki aus Israel. Zuvor hatte der Hannoveraner seinen Auftaktkampf gegen Josue Deprez aus Haiti gewonnen.

Wandtke hielt bei seinen ersten Olympischen Spielen gegen Favorit Muki lange dagegen, kassierte dann aber gut eine Minute vor Schluss die entscheidende, mittlere Wazaari-Wertung. "Er hat gut mitgekämpft, aber der war zu stark, das muss man einfach sagen", urteilte Frese.

dpa

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