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Kleine Revolution im Handball: Harzverbot soll kommen

Überlegung in Rio Kleine Revolution im Handball: Harzverbot soll kommen

Harzverbot im internationalen Handball? Ab dem kommenden Jahr soll es so weit sein. Das sagte der IHF-Präsident am Rande der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro.

In Rio wird noch mit Harz gespielt. Das könnte sich im kommenden Jahr ändern.

Quelle: dpa

Rio de Janeiro. Nach der Regel-„Revolution“ müssen sich die Handballer wohl auf die nächste Änderung im Regelwerk einstellen. Nach Aussage des ägyptischen IHF-Präsidenten Hassan Moustafa soll der Gebrauch von Harz in einem Jahr weltweit bei allen Handballspielen verboten werden.

Der Grund: Das chemische Produkt ist gesundheitsgefährdend und verschmutzt die Böden in den Sporthallen. „Ich denke, in einem Jahr sind wir soweit, Harz komplett verbieten zu können“, sagte Moustafa (72) der Stuttgarter Zeitung und den Stuttgarter Nachrichten.

Der Weltverband IHF hat bereits einen Hersteller beauftragt, einen speziell haftenden Ball zu entwickeln, der den Einsatz von Harz unnötig macht. „Bisher wurde knapp eine Million Euro in das Projekt gesteckt, die Arbeit ist zu 80 Prozent erledigt“, berichtete Moustafa.

Die IHF will nach der Fertigstellung des neuen Balls das Harzverbot im Regelwerk verankern lassen. „Dieses gilt dann für alle Spiele – von der Weltmeisterschaft bis zur Kreisliga und selbstverständlich auch für den Jugendbereich“, sagte Moustafa weiter.

Seit 1. Juli sind bereits Änderungen in Kraft, die auch für Kritik gesorgt haben. Durch die Einführung einer Blauen Karte werden Regelverstöße in den letzten 30 Sekunden eines Spiels härter bestraft. Nach Anzeige des „passiven Spiels“ durch die Schiedsrichter sind zudem für das angreifende Team nur noch maximal sechs Pässe erlaubt, bevor die Referees das Zeitspiel abpfeifen.

SID

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