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Medaillenjagd in Rio beginnt, 17 Leipziger am Start

Goldhoffnungen Medaillenjagd in Rio beginnt, 17 Leipziger am Start

Bei der Olympiade in Rio de Janeiro gehen ab Sonnabend auch 17 Leipziger Sportler an den Start. Gold-Hoffnungen machen sich vor allem Ruderer, Kanuten und Kugelstoß-Ass David Storl.

Leipzigs Olympia-Teilnehmer bei der Verabschiedung im Rathaus Mitte Juli.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Am Sonnabend beginnt in Rio de Janeiro die Jagd auf die Medaillen. Die ersten Olympischen Sommerspiele auf südamerikanischem Boden sind gestartet. Eröffnet wurden diese nach Mitternacht deutscher Zeit mit einer bunten Show, die unter dem Motto „Mensch, Optimismus, Feiern“ stand. 6000 Tänzer bewegten sich zu Samba-Rhythmen und verwandelten das weltberühmte Maracana-Stadion in einen brasilianischen Winter-Karneval.

Das in einer tiefen Rezession steckende Gastgeberland hatte für die Feier ein vergleichsweise geringes Budget von neun Millionen Euro zur Verfügung. 36 Kilometer Stoff wurden zu 12.000 Kostümen vernäht. Anschließend sollten 3500 Kilogramm Feuerwerk den Himmel über der Millionen-Metropole bunt erleuchten. 85.000 Polizisten und Armeeangehörige sorgen bis 21. August für die Sicherheit der Teilnehmer und Touristen.

Der frühere brasilianische Langstreckenläufer Vanderlei de Lima hat um 23.49 Uhr Ortszeit das Olympische Feuer in Rio de Janeiro entzündet und damit für den Höhepunkt der spektakulären Eröffnungsfeier gesorgt. Zuvor hatte Tischtennis-Spieler Timo Boll das deutsche Team ins Maracana-Stadion geführt. Fotos: dpa

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Ab Sonnabend gehört die olympische Bühne 16 Tage lang den 10.500 Athleten aus 206 Nationen. Die deutsche Mannschaft geht mit 449 Sportlern an den Start. „Wir wollen den seit 1992 anhaltenden Abwärtstrend in der Medaillenbilanz stoppen“, sagte Dirk Schimmelpfennig, Sportlicher Leiter des Teams. 2012 errangen die Deutschen in London 44 Medaillen. „Daran werden wir uns messen. Wir wollen nicht schlechter abschneiden“, so Schimmelpfennig. Allerdings gehen seine Athleten am ersten Wochenende vielfach als Außenseiter in die Wettbewerbe. Die Kosten für das Entsenden des Teams einschließlich der 252 Betreuer betragen neun Millionen Euro, von denen der Bund mit 5,5 Millionen den größten Teil trägt.

Nachdem die RB-Fußballer Lukas Klostermann und Davie Selke am Donnerstag im ersten Vorrundenspiel gegen Mexiko ein 2:2 erreichten, gehen am Sonnabend Judoka Simon Yacoub sowie die Ruderer Annekatrin Thiele und Philipp Wende als erste der insgesamt 17 Leipziger an den Start, am Sonntag folgt Radsportlerin Romy Kasper im Straßenrennen. Die größten Leipziger Medaillenchancen haben neben den beiden Ruderern die London-Olympiasiegerin Tina Dietze im Kanurennsport, die amtierenden Weltmeister Franz Anton/ Jan Benzien im Kanuslalom sowie der zweifache Kugelstoß-Weltmeister David Storl.

Aus Sachsen gehören zudem Kugelstoßerin Christina Schwanitz vom LV Erzgebirge, Radsprinter Joachim Eilers aus Chemnitz und Kanute Tom Liebscher aus Dresden zu den Favoriten. Aussichtsreichste Thüringer sind Bahnrad-Olympiasiegerin Kristina Vogel aus Erfurt sowie der in diesem Jahr weltbeste Speerwerfer Thomas Röhler aus Jena.

Überschattet wurden die Spiele der 31. Olympiade im Vorfeld von zahlreichen Doping-Enthüllungen und -Diskussionen, die vorwiegend das russische Team betrafen. Trotz des nicht funktionierenden Antidoping-Systems schickt Moskau mindestens 271 Athleten nach Rio – allerdings bleiben die Leichtathleten nach einem Beschluss des Weltverbandes gesperrt. Zudem entschied der Internationale Sportgerichtshof: Überführte Athleten dürfen nach Ende ihrer Sperre an den Start gehen.

Frank Schober

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