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Olympia: Beton statt Bäume, aber viel Temperament

Brasilien ist anders Olympia: Beton statt Bäume, aber viel Temperament

Obwohl alle Sportstätten fertig wurden, fehlt im Olympic Park die Liebe zum Detail. Der Rasen besteht aus lieblos hingeworfenen, längst vertrockneten Platten. Was die Brasilianer dafür haben: Freude, Temperament und Leidenschaft.

 Freude, Temperament und Leidenschaft in Rio.

Quelle: dpa

Rio. Was war nicht alles geschrieben worden über unfertige Wettkampfstätten, die Olympia-U-Bahnen, das Athletendorf. Schlimmste Befürchtungen. Aber siehe da: alles fertig. Die Sportstätten wurden sogar sechs Wochen vor den Spielen an die internationalen Fachverbände übergeben, die U-Bahn-Linie zwei Tage vorher eröffnet. Die Sportler: zufrieden. Der Tenor: Alles passt.

Was fehlt: die Liebe zum Detail, das gewisse Flair. Der Olympic Park ist eine Ansammlung von Stadien. Den Namen Park verdient dieses Ensemble nicht. Beton statt Bäume. Dort, wo es Rasen gibt, sind es lieblos hingeworfene, längst vertrocknete Platten. Die Wege zu den Stadien: improvisierte Brücken und Pfade. An einigen Tümpeln rund um die Stadien wurde noch am Tag der Eröffnung der gröbste Schmutz beseitig.  

Goldreiter Michael Jung ist mit Rio zufrieden – aber schwärmt von London. Vielleicht ist London aber nicht der Maßstab. Brasilien ist anders. Die Brasilianer brauchen keine Blumen, keinen Rasen, keine zweite Farbschicht. Für Farbe sorgen sie selbst. Mit Freude, Temperament und Leidenschaft. Dazu brauchen sie nicht viel: eine Brasilien-Flagge und ein „Brasil“ auf den Lippen.

Manuel Becker

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