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Paris ist bereit für den Olympia-Zweikampf um Spiele 2024

Olympia Paris ist bereit für den Olympia-Zweikampf um Spiele 2024

Paris präsentiert eine starke Olympia-Bewerbung in malerischer Idylle der Savoyer Alpen. Die Spiele 2024 in Paris stehen unter dem Motto "Made for Sharing" und garantieren kurze Wege. Fast alle Sportstätten sind fertig. Das Schwimmen in der dreckigen Seine macht noch Sorgen.

Lanslebourg/Frankreich. 100 Jahre nach den Olympischen Spielen 1924 in Paris sollen sich die besten Sportler der Welt wieder in Frankreichs Hauptstadt messen.

In der malerischen Kulisse der Savoyer Alpen präsentierten die Franzosen ihre Bewerbung um die Spiele 2024, mit der sie die Mitglieder des Internationalen Olympischen Komitees bei der IOC-Session in Lima/Peru vom 13. bis 17. September überzeugen und nach dem Rückzug von Budapest den einzigen verbliebenen Konkurrenten Los Angeles ausstechen wollen. Am 4. April präsentieren dann beide Bewerber bei "Sportaccord" in Aarhus/Dänemark ihre Olympia-Kampagnen.

"95 Prozent der Wettkampfstätten sind bereits fertig, nur das Schwimmstadion muss noch gebaut werden", sagte Lambis Konstantinidis, zuständig für Sport und Integration im Pariser Bewerbungskomitee für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2024, in Lanslebourg/Val Cenis beim 63. Internationalen Ski-Meeting der Journalisten (SCIJ). In dem malerischen Skiort der Savoyer Alpen waren in der vergangenen Woche 170 Journalisten aus 30 Nationen zusammengekommen, um ihre Weltmeister zu küren.

Paris will im Olympia-Zweikampf mit den Amerikanern vor allem mit kurzen Wegen, einem nachhaltigen ökonomischen und ökologischen Konzept im Einklang mit den Welt-Klimaschutzabkommen, geringen Kosten und einer perfekten Infrastruktur punkten. "Alle Sportstätten in Paris liegen nur einen Fußweg auseinander. Zudem sind alle Segelwettbewerbe in Marseille oder die EM-Stadien von 2016 für die Fußball-Turniere der Frauen und Männer mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen", betonte Konstantinidis.

Das engmaschige Transportnetz mit der Pariser Metro und die schon existierenden Wettkampfstätten sind nicht nur angenehm für Tausende von Athleten und Millionen von Besuchern, sondern minimieren auch die Kosten, die in den vergangenen Jahrzehnten bei Olympia explodierten und die Ausrichterstädte teilweise bis an den Rand des Ruins trieben.

Mit 6,2 Milliarden Euro Etat wollen die Franzosen für Olympia auskommen, 3,2 Milliarden davon fließen direkt in die Organisation der Spiele und sollen von privaten Sponsoren aufgebracht werden. Die restlichen 3 Milliarden Euro werden jeweils zur Hälfte privat und von der öffentlichen Hand finanziert.

Fast zwei Jahre nach den Anschlägen von Paris im November 2015 und ein Jahr nach der weitgehend problemlos verlaufenen Fußball-Europameisterschaft in Frankreich ist die Sicherheit der Sportler und Besucher eines der wichtigsten Themen. "Wir werden alle Maßnahmen ergreifen, um sichere Spiele zu organisieren", versprach Konstantinidis. Rund ein Drittel des Etats soll für den Schutz der Sportler und Besucher aus aller Welt ausgegeben werden.

"Made for Sharing" ("Gemacht, um zu teilen") - so lautet der Slogan der Pariser Olympia-Bewerbung. "Wir möchten den Geist der Spiele auch auf die Straße bringen, damit man ihn erleben, mit den Parisern und mit der ganzen Welt teilen kann: mehr als das jemals der Fall war", betonte die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo.

Auch wenn Paris bereits sieben Jahre vor den Sommerspielen sehr weit mit der Organisation ist, gibt es auch noch Probleme. Kritiker bezweifeln, dass das Langstreckenschwimmen und das Schwimmen der Triathleten wegen der schlechten Wasserqualität in der Seine stattfinden kann. Doch auch hier beruhigt Konstantinidis: "Das Schwimmen findet ja nur in bestimmten Zonen statt. Wir werden alles tun, um die von der EU geforderten Standards einzuhalten."

dpa

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